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Börse: Nvidia knackt als erstes Unternehmen die 5-Billionen-Dollar-Marke

GeForce RTX Grafikkarte von NVIDIA
Foto: NVIDIA

Key takeaways

Nvidia hat als erstes Unternehmen einen Börsenwert von 5 Billionen Dollar erreicht. Getrieben vom globalen KI-Boom und neuen Großinvestitionen stärkt der Chiphersteller seine Marktstellung. Trotz Handelskonflikten mit China baut Nvidia Kooperationen aus – etwa mit Uber, Nokia und OpenAI – und investiert in Supercomputer und Telekommunikation.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nvidia hat als erstes Unternehmen weltweit einen Marktwert von 5 Billionen Dollar (rund 4,7 Billionen Euro) erreicht – ein Meilenstein, der den Aufstieg des Halbleiterherstellers zum globalen Taktgeber der Künstlichen Intelligenz unterstreicht. Erst kürzlich hatte Nvidia die 4-Billionen-Dollar-Marke durchbrochen und damit vorübergehend Apple und Microsoft hinter sich gelassen. Beide Tech-Giganten zogen in den letzten Wochen allerdings nach.

KI als Wachstumstreiber

Die starke Kursentwicklung ist eng mit der weltweiten KI-Euphorie verknüpft. Nvidia liefert zentrale Hardwarekomponenten für KI-Infrastrukturen und profitiert direkt vom wachsenden Bedarf nach Rechenleistung.

CEO Jensen Huang nutzte die Gunst der Stunde für mehrere strategische Ankündigungen: So arbeitet Nvidia mit Uber an Robotaxis, plant den Bau von sieben neuen KI-Supercomputern in Kooperation mit dem US-Energieministerium und investiert eine Milliarde Dollar (rund 940 Mio. Euro) in Nokia, um die Entwicklung von 5G- und 6G-Technologien voranzutreiben.

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Großprojekte und Partnerschaften

Besonders bemerkenswert ist der geplante Einstieg bei OpenAI. Nvidia will rund 100 Milliarden Dollar (etwa 94 Mrd. Euro) in das Unternehmen investieren. Im Gegenzug soll eine „bedeutende Beteiligung“ erworben werden. Laut Huang soll das Projekt in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Auch ein Großauftrag über 500 Milliarden Dollar (ca. 470 Mrd. Euro) für neue Chips wurde öffentlich gemacht. Zudem wurden der Bau des weltweit größten KI-Rechenzentrums bekanntgegeben.

Konflikt mit China bleibt ungelöst

Der Erfolg findet jedoch nicht im politischen Vakuum statt. Der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China bremst Nvidia aus. Bereits im April verfügte die US-Regierung Exportbeschränkungen für bestimmte Nvidia-Prozessoren, was laut Unternehmensangaben zu einem Umsatzausfall von 4,5 Milliarden Dollar (ca. 4,2 Mrd. Euro) führte. Huang kritisierte in einer Investorenkonferenz, dass der chinesische Markt für US-Hersteller von KI-Chips faktisch geschlossen sei.

Wie Silicon Republich resümiert, hat Nvidia mittlerweile eine Einigung mit der US-Regierung erzielt: Für den Verkauf von Chips nach China zahlt das Unternehmen künftig 15 Prozent Steuer auf die dort erzielten Umsätze, um weiterhin Exportlizenzen zu erhalten.

Symbolträchtiges Timing

Am Rande des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping, an dem auch wohl die Zukunft von TikTok besiegelt wird, rückte das Thema Halbleiter erneut in den Fokus. Trump nannte das Gespräch einen „vollen Erfolg“ und betonte, das Weiße Haus agiere nur als „Schiedsrichter“ zwischen China und US-Tech-Konzernen wie Nvidia.

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