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OECD sieht mit 2025 leichtes Wachstum für deutsche Wirtschaft

Kleine Deutschland Flagge
Foto: Freepik

Key takeaways

Die OECD prognostiziert mit 2025 ein moderates Wachstum der deutschen Wirtschaft. Während niedrige Inflation und steigende Löhne stützen, belasten hohe Zölle und geopolitische Unsicherheiten. International bleibt Deutschland hinter der Dynamik anderer Volkswirtschaften zurück.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die OECD rechnet ab 2025 mit einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft. Nach Jahren stagnierender Entwicklung prognostiziert die Organisation ein moderates Wachstum, das durch eine Kombination aus niedriger Inflation, steigenden Löhnen und rückläufiger politischer Unsicherheit gestützt wird. Laut der aktuellen Herbstprognose soll das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im laufenden Jahr um 0,3 Prozent wachsen, im nächsten Jahr um 1 Prozent und 2027 um 1,5 Prozent.

Positive Impulse trotz anhaltender Unsicherheiten

Trotz des erwarteten Aufschwungs bleibt die wirtschaftliche Lage von Unsicherheiten geprägt. Insbesondere hohe Zölle und geopolitische Spannungen belasten laut OECD die Auslandsnachfrage und hemmen Investitionen, vor allem im exportorientierten verarbeitenden Gewerbe. Impulse kommen hingegen von privaten Investitionen sowie verstärkten öffentlichen Ausgaben für Verteidigung und Infrastrukturprojekte. Die OECD betont, dass sich diese Faktoren in der Summe positiv auf die Binnenkonjunktur auswirken könnten.

International betrachtet bleibt Deutschland dennoch unter dem Durchschnitt. Die Weltwirtschaft wächst laut OECD-Prognose 2025 um 3,2 Prozent, schwächt sich 2026 auf 2,9 Prozent ab und zieht 2027 wieder leicht auf 3,1 Prozent an. Die Eurozone insgesamt soll in den kommenden Jahren jeweils um rund 1,2 bis 1,4 Prozent wachsen, während die USA und China mit Wachstumsraten von 1,7 bis 5 Prozent teils deutlich dynamischer bleiben.

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Globale Risiken und strukturelle Herausforderungen

Neben protektionistischen Tendenzen und der Zinsentwicklung sieht die OECD weitere Risiken für die Weltwirtschaft. Dazu zählen insbesondere mögliche Rückschläge bei der Integration künstlicher Intelligenz, das Absinken der Arbeitskräftenachfrage sowie finanzielle Instabilitäten infolge hoher Schuldenstände und einer stärkeren Verflechtung von Nichtbanken mit dem klassischen Finanzsystem.

OECD-Generalsekretär Mathias Cormann fordert daher mehr fiskalische Disziplin und strukturelle Reformen, etwa durch Bürokratieabbau und mehr Wettbewerb im Dienstleistungssektor. Dies sei entscheidend, um die Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaften zu stärken und zukünftigen Krisen besser begegnen zu können. Die Inflationsraten in den G20-Staaten sollen bis 2027 wieder größtenteils das Zielniveau erreichen, was weiteren geldpolitischen Spielraum eröffnen könnte.

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