Das heute begonnene Oktoberfest sorgt in München für deutlich höhere Konsumausgaben. Nach einer Analyse anonymisierter Visa-Transaktionsdaten lagen die Ausgaben während der Festwochen 2025 rund 30 Prozent über dem Niveau gewöhnlicher Sommertage. An einzelnen Spitzentagen erreichte das Plus fast 70 Prozent.
Der wirtschaftliche Effekt beginnt bereits vor dem offiziellen Start. Zwei Wochen vor dem Anstich verdreifachten sich die mit Visa bezahlten Umsätze im Münchner Modehandel gegenüber einer regulären Sommerperiode nahezu.
Handel profitiert schon vor der Wiesn
Besonders stark fiel der Effekt bei Modehändlern aus: Dort lagen die Umsätze zwei Wochen vor dem Oktoberfest um 206 Prozent über dem Vergleichsniveau. Während der Festzeit verzeichneten auch Souvenirhändler ein deutliches Plus von 155 Prozent.
Auch Transport, Hotels und Gastronomie profitierten von der höheren Nachfrage. Gleichzeitig verdoppelte sich laut Visa die Zahl der täglich digital zahlenden Gäste, während der durchschnittliche Kartenumsatz pro Zahlung um elf Prozent zunahm.
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Internationale Nachfrage nimmt weiter zu
Für das Oktoberfest 2026 zeigen die Visa-Daten steigende Flugbuchungen nach München. Besonders stark wächst die Nachfrage aus dem Asien-Pazifik-Raum mit einem Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aus Lateinamerika beträgt der Zuwachs 23 Prozent.
Europa und Nordamerika bleiben dennoch die wichtigsten Herkunftsregionen. Bei den internationalen Visa-Ausgaben während der Wiesn 2025 lagen Gäste aus den USA und der Schweiz vorne.
Italiener erreichen Ausgabenhöhepunkt erst später
Die Visa-Analyse relativiert zugleich den wirtschaftlichen Effekt des traditionell sogenannten Italiener-Wochenendes. Zur Halbzeit des Oktoberfests lagen italienische Gäste gemessen am Anteil der internationalen Ausgaben lediglich auf Rang sechs.
Ihr größter Ausgabenanteil wurde erst am Abschlusswochenende gemessen, als Italien auf Rang fünf der Herkunftsländer rückte. Besonders stark stiegen im Jahresvergleich dagegen die Ausgaben von Gästen aus Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Kontaktloses Bezahlen gewinnt weiter an Bedeutung
Während des Oktoberfests 2025 sank das Volumen der Bargeldabhebungen an Münchner Geldautomaten mit Visa-Karten um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil von Bargeldabhebungen am gesamten Visa-Zahlungsvolumen ging von 18 auf elf Prozent zurück.
Gleichzeitig wurden 94 Prozent der Visa-Transaktionen vor Ort kontaktlos per Karte oder Mobilgerät abgewickelt. Die Auswertung umfasst ausschließlich Visa-Daten und bildet daher nicht den gesamten Zahlungsverkehr während des Oktoberfests ab.





