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Banken unter Druck: Kleine und mittelgroßen Händler erwägen Wechsel zu PayTechs

Smartphone und ein Bezahlvorgang an der Kasse
Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Key takeaways

40 Prozent der kleinen und mittelgroßen Händler denken laut Capgemini-Studie über einen Wechsel von Banken zu PayTechs nach. Gründe sind u.a. lange Onboarding-Zeiten, Sicherheitslücken und Innovationsrückstand bei Banken. PayTechs punkten mit digitalen Währungen, KI und höherer Zuverlässigkeit bei Transaktionen und Infrastruktur.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Händler geraten zunehmend unter Druck, wenn es um die Zuverlässigkeit und Modernität ihrer Zahlungsdienstleister geht. Einer aktuellen Analyse von Capgemini zufolge erwägen 40 Prozent der kleinen und mittelständischen Händler einen Wechsel zu PayTechs – technologiegetriebenen Zahlungsanbietern –, da sie sich von traditionellen Banken unzureichend unterstützt fühlen.

PayTechs locken mit Geschwindigkeit und Effizienz

Ein zentrales Problem ist die geringe Zufriedenheit mit den bestehenden Banklösungen. Gerade einmal 15 Prozent der kleinen und 22 Prozent der mittelgroßen Händler sind mit ihrem aktuellen Anbieter zufrieden. Demgegenüber bieten PayTechs nicht nur schnellere Onboarding-Prozesse, sondern auch moderne Technologien wie Payment Orchestration und Künstliche Intelligenz. Während Banken im Schnitt sieben Tage für die Händleranbindung benötigen, gelingt dies PayTechs in unter 60 Minuten – zu weniger als der Hälfte der Kosten.

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Digitale Währungen und KI als Innovationsmotor

Besonders beim Innovationstempo offenbaren sich große Unterschiede. Rund 60 Prozent der PayTechs setzen bereits auf digitale Währungen und GenAI, bei den Banken liegt der Anteil deutlich niedriger. Auch bei der Integration von Zahlungsdienstleistern über zentrale Plattformen – ein wesentlicher Hebel für Effizienz – liegt die PayTech-Branche vorn.

Betrugsrisiken und Ausfallzeiten belasten den Handel

Banken zeigen sich zudem verwundbar bei Sicherheitsfragen. Nur rund ein Viertel der Bankentscheider vertraut in die eigenen Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung. Für Händler bedeutet dies nicht nur Umsatzverluste durch Zahlungsausfälle, sondern auch durchschnittlich neun Stunden Systemausfall pro Jahr.

Karten verlieren an Bedeutung – Sofortzahlungen legen zu

Im globalen Zahlungsverkehr geht der Trend hin zu Sofortzahlungen und digitalen Geldbörsen. Diese machten im Jahr 2024 bereits 25 Prozent der Transaktionen aus – doppelt so viel wie noch 2020. Karten hingegen verlieren an Anteil, insbesondere in Asien, wo digitale Zahlungen besonders stark wachsen.

Banken haben noch Chancen – wenn sie handeln

Trotz aller Kritik ist die Loyalität gegenüber Banken nicht völlig verloren. Zwei Drittel der Händler bevorzugen noch immer traditionelle Anbieter, sofern diese sich an veränderte Marktbedürfnisse anpassen. Vertrauen, langjährige Präsenz und ein breites Produktangebot gelten nach wie vor als Pluspunkte. Um wieder konkurrenzfähig zu werden, müssen Banken gezielt in integrierte Lösungen investieren – etwa maßgeschneiderte Tools für Restaurants oder Einzelhändler – und preislich mit PayTechs gleichziehen.

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