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YouGov-Studie: Umsatzrückgang bei Tampons, Boom bei Periodenunterwäsche

Tampons und Slipeinlage
Foto: Pixabay

Key takeaways

YouGov-Daten zeigen: Der Menstruationsmarkt verändert sich deutlich. Während Tampons Umsatz verlieren, steigen Verkäufe von Periodenunterwäsche. Vor allem jüngere Frauen treiben den Wandel voran, sind besser über Alternativen informiert und nutzen sie häufiger. Der Trend geht klar zu nachhaltigeren und wiederverwendbaren Produkten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Markt für Menstruationsprodukte erlebt derzeit einen grundlegenden Wandel. Während Tampons und Binden zwar weiterhin die bekanntesten Produkte sind, gewinnen nachhaltige Alternativen wie Periodenunterwäsche und Menstruationstassen zunehmend an Bedeutung – insbesondere bei jüngeren Frauen. Das zeigen aktuelle Daten einer YouGov-Umfrage.

Jüngere Frauen setzen auf nachhaltige Alternativen

Während Tampons (87 % Bekanntheit), Binden (85 %) und Slipeinlagen (82 %) fast allen Frauen geläufig sind, zeigen sich deutliche Altersunterschiede beim Wissen über alternative Produkte. So kennen 65 % der 18- bis 34-jährigen Frauen Periodenunterwäsche, aber nur 48 % der Frauen ab 55 Jahren. Auch bei der Menstruationstasse (59 % vs. 43 %), dem Menstruationsschwamm (32 % vs. 17 %) und der Menstruationsscheibe (15 % vs. 3 %) liegen die Jüngeren vorn.

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Gebrauch herkömmlicher Produkte rückläufig

Die Nutzung von Tampons, Binden und Slipeinlagen ist unter jungen Frauen seltener verbreitet. So geben nur 66 % der 18- bis 34-Jährigen an, schon einmal Tampons genutzt zu haben, während es bei den Frauen ab 55 Jahren 80 % sind. Auch Binden und Slipeinlagen werden von jüngeren Frauen seltener verwendet. Im Gegenzug zeigt sich bei alternativen Produkten ein höherer Nutzungsanteil: 19 % der jungen Frauen haben bereits Periodenunterwäsche ausprobiert, 15 % eine Menstruationstasse und 5 % einen Menstruationsschwamm.

Zukünftige Nutzungspotenziale

Das Potenzial nachhaltiger Alternativen ist groß: Rund 37 % der menstruierenden Frauen zwischen 18 und 34 Jahren, die Periodenunterwäsche kennen, können sich vorstellen, sie zukünftig zu nutzen. Für die Menstruationsscheibe liegt dieser Wert bei 32 %, für die Menstruationstasse bei 19 %. Diese Zahlen deuten auf eine steigende Offenheit für innovative Produkte hin.

Marktdaten bestätigen Trendwende

Auch die Verkaufszahlen spiegeln die Entwicklung wider. Zwar entfallen nach wie vor die größten Umsätze im Bereich Damenhygiene auf Tampons, Binden und Slipeinlagen. Doch der Umsatz mit Tampons ging zurück: Von August 2024 bis Juli 2025 wurden 82,2 Mio. Euro umgesetzt – ein Minus von 11 % im Vergleich zum Vorjahr (92,4 Mio. Euro). Im gleichen Zeitraum stieg der Umsatz mit Periodenunterwäsche von 11,8 Mio. auf 16,4 Mio. Euro – ein Zuwachs von 39 %.

Fazit

Nachhaltige und wiederverwendbare Menstruationsprodukte stehen nicht mehr am Rand, sondern zunehmend im Fokus. „Unsere Daten zeigen deutlich, dass jüngere Frauen den Wandel im Markt für Menstruationsprodukte vorantreiben“, sagt Kathrin Schäfer, Senior Research Executive bei YouGov. Die Vielfalt an verfügbaren Produkten wächst – und mit ihr die Bereitschaft, traditionelle Gewohnheiten zu überdenken.

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