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Umfrage: Gesundheit und Preis sind entscheidend bei Milchalternativen

Mutter mit Tochter im Supermarkt
Foto: DANONE

Key takeaways

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Pflanzliche Milchalternativen sind im Alltag angekommen. Geschmack, Nährstoffe und Steuern beeinflussen das Kaufverhalten. Besonders Jod wird unterschätzt. Viele Verbraucher fordern eine steuerliche Gleichbehandlung mit Kuhmilch – ein Potenzial für Hersteller und Handel.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Pflanzliche Milchalternativen sind längst fester Bestandteil des Alltags vieler Verbraucher. Eine aktuelle Umfrage von Danone Deutschland in Kooperation mit INNOFACT belegt nicht nur die wachsende Beliebtheit dieser Produkte, sondern beleuchtet auch die wichtigsten Kaufmotive und Barrieren – sowie die politische Dimension rund um die Mehrwertsteuer.

Pflanzliche Drinks etablieren sich in breiten Zielgruppen

47 Prozent der Befragten konsumieren pflanzliche Milchalternativen, 18 Prozent sogar regelmäßig. Besonders verbreitet ist der Konsum bei jungen Erwachsenen, Haushalten mit Kindern und Personen mittleren Alters. Haferdrinks führen die Beliebtheitsskala an, gefolgt von Mandel- und Sojadrinks. Regional betrachtet liegen Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg vorn.

Flexitarier und gesundheitsbewusste Käufer greifen besonders häufig zu pflanzlichen Varianten. Laut dem Bundesernährungsreport 2025 bezeichnet sich bereits mehr als ein Drittel der Deutschen als Flexitarier – eine Zahl, die den gesellschaftlichen Wandel unterstreicht.

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Gesundheit im Fokus, Preis bleibt Hürde

Für knapp die Hälfte der Befragten ist der gesundheitliche Aspekt das Hauptmotiv für den Kauf pflanzlicher Milchalternativen. Tierwohl spielt für 46 Prozent eine ebenso große Rolle. Beim Kauf selbst dominieren jedoch ganz pragmatische Kriterien: Geschmack (84 %), Konsistenz (74 %) und Preis-Leistung (72 %) sind entscheidend.

Auf der anderen Seite schrecken vor allem der Geschmack (54 %) und der Preis (44 %) potenzielle Käufer ab. Die Zahlungsbereitschaft für angereicherte Produkte ist jedoch durchaus vorhanden: 75 Prozent der Interessierten wären bereit, für Nährstoffzusätze wie Calcium, Vitamin D oder B12 mehr zu zahlen. Frauen zeigen hier sogar eine besonders hohe Zahlungsbereitschaft.

Jod bleibt weitgehend unbeachtet

Trotz der bekannten Unterversorgung in Deutschland achten nur 22 Prozent der Befragten gezielt auf ihre Jodzufuhr. Die Mehrheit verlässt sich auf jodiertes Speisesalz, Nahrungsergänzungsmittel oder jodhaltige Produkte. Vor allem jüngere und pflanzenbasiert lebende Konsumentengruppen zeigen hier ein größeres Gesundheitsbewusstsein.

Steuerliche Ungleichbehandlung sorgt für Kritik

Ein zentrales Ergebnis der Umfrage betrifft die steuerliche Behandlung von Pflanzendrinks. Während Kuhmilch mit 7 Prozent besteuert wird, fallen auf pflanzliche Alternativen 19 Prozent an. Diese steuerliche Benachteiligung stößt bei 61 Prozent der Befragten auf Ablehnung – sie sprechen sich klar für eine Reduktion der Mehrwertsteuer auf Pflanzendrinks aus. Für fast jeden fünften Nicht-Verwender wäre dies sogar ein Anreiz, zukünftig auf pflanzliche Produkte umzusteigen.

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