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Primark wächst moderat – Mutterkonzern ABF erwartet schwieriges Jahr

Foto des Primark Stores in Prag
Foto: Primark

Key takeaways

Associated British Foods meldet für Primark ein Umsatzplus im niedrigen einstelligen Bereich. Während der britische Markt zulegte, schwächelt Kontinentaleuropa weiterhin. ABF erwartet für das erste Halbjahr eine stabile, aber herausfordernde Geschäftsentwicklung mit Druck auf die Profitabilität.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der britische Mischkonzern Associated British Foods (ABF) blickt mit gemischten Gefühlen auf den Start in das Geschäftsjahr 2026. In einer Zwischenmitteilung für die 16 Wochen bis zum 3. Januar hebt das Unternehmen hervor, dass insbesondere die Handelskette Primark, die 2025 seit langem wieder eine neue Filiale in Deutschland eröffnet hatte, regional sehr unterschiedliche Entwicklungen zeigte. Während sich das Geschäft in Großbritannien solide entwickelte, blieb die Nachfrage in Kontinentaleuropa schwach.

Gutes Weihnachtsgeschäft in Großbritannien

In Großbritannien, wo Primark etwa 45 Prozent seines Gesamtumsatzes erwirtschaftet, verzeichnete der Modehändler ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 1,7 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg um 3 Prozent. Damit konnte sich das Unternehmen in einem allgemein schwachen Bekleidungsmarkt behaupten und Marktanteile gewinnen. Besonders erfolgreich war das Sortiment für Damenbekleidung. Primark führte das positive Ergebnis auf eine verbesserte Preiswahrnehmung, Sortimentserweiterungen sowie den Ausbau digitaler Dienste wie Click & Collect zurück.

In Irland, das in den gleichen Regionalblock fällt, lag das Wachstum leicht unter dem britischen Niveau, was in einem kombinierten flächenbereinigten Wachstum von 1,1 Prozent resultierte.

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Kontinentaleuropa bleibt unter Druck

Weniger erfreulich fiel die Entwicklung in Kontinentaleuropa aus. Hier sanken die flächenbereinigten Umsätze um 5,7 Prozent. Die Unternehmensleitung betonte, dass das Konsumklima in vielen Ländern weiterhin fragil sei. Maßnahmen zur Stabilisierung der Nachfrage – orientiert am erfolgreichen britischen Modell – würden erst langsam Wirkung zeigen. Auch in den USA zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Zwar wuchs der Umsatz dort um 12 Prozent, doch das Umfeld blieb volatil und von schwankender Kundenfrequenz geprägt.

Trotz internationaler Store-Eröffnungen, unter anderem in Kuwait durch ein Franchise-Modell, blieb das Wachstum insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Die Gruppe rechnet für das erste Halbjahr mit einem moderaten Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Um Lagerbestände abzubauen, wurden die Preisnachlässe erhöht, was die Profitabilität zusätzlich belastete.

Sollten sich die aktuellen Umsatztrends im zweiten Halbjahr fortsetzen, dürfte die operative Marge für das Gesamtjahr bei rund 10 Prozent liegen – trotz fortlaufender Investitionen in Expansion und Sortimentsentwicklung. Im Vorjahr hatte ein Einmaleffekt das Ergebnis um 20 Millionen Pfund (ca. 23 Mio. Euro) verbessert.

Gemischte Entwicklung im Lebensmittelbereich

Auch im Segment Lebensmittel, das neben Primark einen wesentlichen Teil zum Konzernergebnis beiträgt, war das Bild uneinheitlich. Während sich das Geschäft in Bereichen wie Zucker und Landwirtschaft stabil entwickelte, litten insbesondere die US-amerikanischen Märkte für Speiseöle und Backzutaten unter schwacher Nachfrage. In diesen Bereichen erwartet ABF einen rückläufigen operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr.

Für den Gesamtkonzern ergibt sich auf Basis konstanter Wechselkurse ein leicht rückläufiger Umsatz. Die endgültigen Zahlen für das erste Quartal sollen am 22. Januar vorgelegt werden.

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