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Primark startet Sportswear-Offensive – Konkurrenz für Decathlon und Co.

Model mit Sportswear von Primark
Foto: Primark

Key takeaways

Primark startet seine größte Activewear-Kollektion mit 240 Artikeln für Damen, Herren und Kinder. Die Linie kombiniert technische Stoffe, Lifestyle-Elemente und günstige Preise. Mit dabei: Beauty-Produkte, Promi-Kooperationen und neue Verkaufsflächen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Primark positioniert sich mit einer ambitionierten Produktneuheit als ernstzunehmender Player im Sportmode-Segment. Das irische Modeunternehmen hat seine bisher größte Activewear-Kollektion vorgestellt – mit 240 Artikeln, die vom klassischen Workout-Outfit über Accessoires bis hin zu Pflegeprodukten reichen.

Die Kollektion ist seit dem 5. Januar 2026 in allen Primark-Filialen in 18 Ländern erhältlich. Mit Preisen ab ca. 5 € für Sportbekleidung und ca. 3 € für Accessoires will Primark besonders preisbewusste Kunden ansprechen. Die Linie umfasst Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie erstmals auch Lifestyle-Produkte und Beautyartikel – etwa Performance Beauty, eine Produktreihe für Hautpflege vor und nach dem Training.

Neue Materialien für bessere Leistung

Zentraler Bestandteil der Kollektion ist die Einführung von vier neuen technischen Stoffen, die unterschiedliche Anforderungen im Training abdecken sollen. Darunter Seamfree für ein glattes Tragegefühl, Buttery Soft™ für maximale Bewegungsfreiheit, Smooth Support für Trainingseinheiten und Body(sculpt) für intensivere Belastungen. Besonders stark präsent sind Leggings, von denen Primark in Großbritannien ohnehin jede Minute über 70 Stück verkauft.

Um das Sortiment angemessen zu präsentieren, erweitert Primark die sogenannten „Performance“-Flächen in seinen Läden. 150 neue Verkaufsbereiche kommen hinzu, sodass künftig 200 Stores eine eigene Präsentationszone für die Kollektion bieten.

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Prominente Unterstützung und Lifestyle-Fokus

Teil der Kampagne ist auch eine neue Zusammenarbeit mit Sängerin Rita Ora, die ihre bestehende Kollektion mit Primark um einen Pilates-inspirierten Activewear-Edit ergänzt. Die Linie verbindet Mode und Funktionalität und soll sowohl im Fitnessstudio als auch im Alltag überzeugen. Die Kampagne läuft unter dem Motto „Every Move Counts“ und stellt das Thema Alltagsbewegung in den Vordergrund. Neben Rita Ora wirkt auch der britische Musiker Krept mit.

Laut Steve Lawton, Chief Product Officer bei Primark, verkörpert die Kollektion den Anspruch des Unternehmens, hochwertige Materialien und innovatives Design zum kleinen Preis zugänglich zu machen. „Activewear ist heute für viele Menschen Alltagskleidung. Wir wollen ihnen Produkte bieten, die gut aussehen, sich gut anfühlen und bezahlbar bleiben“, so Lawton.

Starker Wettbewerb mit spezialisierten Anbietern

Mit dem Vorstoß in die Activewear-Kategorie tritt Primark in ein Segment ein, das bereits von starken, teils hochspezialisierten Wettbewerbern geprägt ist. Besonders Decathlon gilt als zentraler Referenzpunkt im preisorientierten Sportartikelmarkt. Der französische Sporthändler kombiniert ein breites Sortiment mit eigener Produktentwicklung und technischer Expertise – von Einsteiger- bis zu ambitionierten Leistungssportlern. Während Decathlon seine Kompetenz klar über Funktion, Materialtests und sportartspezifische Marken (wie Kiprun oder Domyos) definiert, setzt Primark stärker auf modische Vielseitigkeit, niedrige Einstiegspreise und schnelle Verfügbarkeit im stationären Handel.

Auch klassische Sportmarken wie Adidas oder Nike sind weiterhin präsent, positionieren sich jedoch deutlich höherpreisig und mit starkem Performance- und Markenfokus. In diesem Umfeld zielt Primark weniger auf sportliche Höchstleistung als auf den Massenmarkt der Alltagsnutzer, für die Activewear vor allem bequem, modisch und erschwinglich sein soll.

Modeketten und Lifestyle-Marken als direkte Konkurrenz

Deutlich näher an Primarks Positionierung sind andere internationale Modeketten wie H&M, Zara oder Uniqlo, die Activewear längst als festen Bestandteil ihrer Kollektionen etabliert haben. Diese Anbieter kombinieren modische Schnitte mit funktionalen Materialien und sprechen ähnliche Zielgruppen an – allerdings meist zu etwas höheren Preisen oder mit stärkerem Fokus auf Minimalismus und Materialqualität.

Primarks strategischer Vorteil liegt dabei weniger in technischer Tiefe als in Skaleneffekten, aggressiver Preisgestaltung und der konsequenten Verzahnung von Mode, Lifestyle und Beauty. Sollte es dem Unternehmen gelingen, die wahrgenommene Qualität der Produkte dauerhaft zu steigern, könnte Primark insbesondere im Einstiegs- und Volumensegment Marktanteile gewinnen – zulasten klassischer Modeketten ebenso wie spezialisierter Sportdiscounter.

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