Der Sportartikelhersteller PUMA hat im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet, gleichzeitig jedoch seine operative Basis gestärkt. Die Erlöse sanken währungsbereinigt um 9,4 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro, belastet durch strategische Reset-Maßnahmen sowie eine schwächere Konsumentennachfrage in wichtigen Märkten.
Strategische Neuausrichtung belastet Umsatz
Der Rückgang ist maßgeblich auf die seit 2025 eingeleiteten Maßnahmen zur Neupositionierung der Marke zurückzuführen. PUMA reduzierte bewusst Umsätze in weniger profitablen Vertriebskanälen, insbesondere im Großhandel in Nordamerika und Europa. Gleichzeitig wirkte sich die schwächere Nachfrage infolge geopolitischer Unsicherheiten, vor allem im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt, negativ aus.
Im Großhandelsgeschäft gingen die Umsätze deutlich zurück, während sich das Direct-to-Consumer-Geschäft stabil entwickelte und leicht wuchs. Insbesondere der E-Commerce zeigte positive Impulse und konnte rückläufige stationäre Verkäufe teilweise kompensieren. Der Anteil des Direktgeschäfts am Gesamtumsatz stieg damit weiter an.
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Regionale Entwicklung bleibt uneinheitlich
In den Regionen EMEA und Amerika verzeichnete PUMA zweistellige Umsatzrückgänge, geprägt von schwacher Nachfrage und strukturellen Anpassungen im Vertrieb. Besonders Nordamerika war von der Reduzierung des Geschäfts mit Großflächenhändlern betroffen.
Demgegenüber zeigte sich die Region Asien/Pazifik robust und wuchs währungsbereinigt um 8,6 Prozent. Treiber waren eine starke Nachfrage nach Lifestyle-Modellen sowie ein wachsendes Direktgeschäft, insbesondere im E-Commerce und in Großchina.
Profitabilität verbessert sich trotz Umsatzrückgang
Trotz sinkender Umsätze konnte PUMA seine Rohertragsmarge deutlich auf 48,0 Prozent steigern. Gründe waren niedrigere Beschaffungskosten, positive Währungseffekte sowie ein vorteilhafter Vertriebskanalmix.
Das operative Ergebnis blieb negativ, verbesserte sich jedoch deutlich auf minus 53,1 Millionen Euro nach minus 109,1 Millionen Euro im Vorjahr. Auch das Ergebnis je Aktie fiel mit minus 0,49 Euro weniger stark negativ aus als im Vorjahr.
Starker Cashflow durch verbessertes Working Capital
Deutlich positiv entwickelte sich der freie Cashflow, der auf 328,8 Millionen Euro anstieg. Haupttreiber waren ein verbessertes Working Capital Management, der Abbau von Vorräten sowie geringere Investitionen.
Die Vorräte wurden im Jahresvergleich deutlich reduziert, während gleichzeitig die Kapitalbindung im operativen Geschäft gesenkt werden konnte. Dies stärkte die Liquiditätsposition und verschaffte dem Unternehmen zusätzlichen finanziellen Spielraum.
Ausblick bestätigt – Hoffnung auf zweite Jahreshälfte
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt PUMA seinen Ausblick und rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Ergebnis wird in einer Bandbreite zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro erwartet.
Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte schrittweise verbessert. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Markenstärkung sollen mittelfristig die Grundlage für nachhaltiges Wachstum schaffen.






