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Kriselnder Sportmarkt: PUMA warnt vor Jahresverlust nach schwachem Quartal

Läufer in PUMA Bekleidung und Schuhen
Foto: PUMA

Key takeaways

PUMA meldet für das zweite Quartal 2025 einen Umsatzrückgang und senkt wegen schwacher Nachfrage und US-Zöllen den Jahresausblick. Das EBIT fällt ins Minus, Einmal-Kosten und gestiegene Lagerbestände verschärfen die Lage. Für 2025 rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatzrückgang und einem Jahresverlust.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die vorläufigen Zahlen von PUMA für das zweite Quartal 2025 fallen schwächer aus als erwartet. Das Sportunternehmen meldet einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 2 % auf 1.942 Millionen Euro. Besonders stark belasteten negative Währungseffekte, die in der Berichtswährung zu einem Rückgang um 8,3 % führten. Die Hauptmärkte Nordamerika, Europa und Großchina verzeichneten dabei deutliche Rückgänge.

Hingegen legte der Umsatz in Lateinamerika um 16,1 % und in der EEMEA-Region leicht zu. Im Vergleich der Vertriebskanäle konnte PUMA im E-Commerce deutlich zulegen, während das Großhandelsgeschäft rückläufig war. Positiv entwickelten sich Schuhe, während Textilien und Accessoires einbrachen.

EBIT fällt auf -13 Millionen Euro

Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) fiel auf -13,2 Millionen Euro. Hauptursachen waren die schwächere Umsatzbasis und eine um 70 Basispunkte gesunkene Rohertragsmarge. Diese wurde durch Verkaufsförderungsmaßnahmen und ungünstige Wechselkurse belastet. Gleichzeitig verbuchte PUMA im Quartal Einmal-Kosten von 84,6 Millionen Euro, der Steueraufwand stieg wegen Abschreibungen latenter Steueransprüche auf -94,7 Millionen Euro. Das Konzernergebnis lag bei -247 Millionen Euro.

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Negative Entwicklung – vor allem aufgrund steigender Bestände

Für das erste Halbjahr ergibt sich ein währungsbereinigter Umsatzrückgang von 1 % auf 4,018 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT liegt bei 62,5 Millionen Euro. Auch hier schlagen Einmal-Kosten in Höhe von 102,6 Millionen Euro sowie eine um 60 Basispunkte geringere Marge negativ zu Buche.

Besorgt zeigt sich PUMA hinsichtlich der Lagerentwicklung: Die Bestände stiegen währungsbereinigt um über 18 % auf 2.151 Millionen Euro – eine Folge schwächerer Nachfrage in Schlüsselregionen. Die Auswirkungen der US-Zölle zum Stichtag 23. Juli 2025 verschärfen die Situation zusätzlich. Für das Gesamtjahr rechnet PUMA mit einem negativen Effekt von etwa 80 Millionen Euro auf den Rohertrag.

PUMA erwartet Umsatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich

Angesichts dieser Entwicklungen senkt PUMA seine Jahresprognose: Der Konzern erwartet nun einen Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich (statt eines leichten Wachstums) und einen Jahresverlust beim EBIT (zuvor prognostiziert: 445 bis 525 Millionen Euro Gewinn). Zur Kostenkontrolle werden Investitionen auf rund 250 Millionen Euro reduziert – 50 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant.

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