PVH Corp. hat im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 2,167 Milliarden US-Dollar erzielt, was einem Anstieg von 4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit übertraf das Unternehmen seine eigene Prognose eines leichten Wachstums. Auf Basis konstanter Wechselkurse lag das Wachstum bei 1 % und entsprach damit den Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,52 US-Dollar deutlich über dem angekündigten Korridor von 1,85 bis 2,00 US-Dollar.
Markenstärke als Wachstumstreiber
CEO Stefan Larsson betonte die Fortschritte bei der Umsetzung des PVH+ Plans und verwies auf den anhaltenden Erfolg der Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger. Besonders bei Calvin Klein sorgten Innovationen im Segment Unterwäsche und Denim sowie Kooperationen mit prominenten Gesichtern wie Bad Bunny für Dynamik. Tommy Hilfiger profitierte von einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne zur Filmpremiere von „F1® The Movie“ sowie einer Partnerschaft mit dem US-SailGP-Rennteam.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Regionale Unterschiede beim Umsatz
Regional entwickelte sich der Umsatz unterschiedlich: In Nord- und Südamerika legte PVH um 11 % zu, während in Europa ein Plus von 3 % erzielt wurde – allerdings ging der Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse um 3 % zurück. In Asien sank der Umsatz um 1 %. Der Bereich Direktvertrieb verzeichnete ein Wachstum von 4 %, wobei das Online-Geschäft um 3 % zulegte. Der Großhandel wuchs um 6 %.
Gesamtausblick und Herausforderungen
Trotz anhaltender globaler Unsicherheiten und erhöhter Importzölle bekräftigte PVH seine Jahresprognose. Der Umsatz soll im Gesamtjahr leicht bis moderat steigen, die operative Marge auf Non-GAAP-Basis bei rund 8,5 % liegen. Der bereinigte Gewinn pro Aktie wird weiterhin zwischen 10,75 und 11,00 US-Dollar erwartet. Dabei berücksichtigt das Unternehmen einen negativen Tarifeffekt von rund 1,15 US-Dollar pro Aktie, dem positive Währungseffekte von 0,45 US-Dollar gegenüberstehen.
EBIT und operative Effizienz
Das bereinigte EBIT betrug 178 Millionen US-Dollar (rund 166 Mio. €) und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert. Ursächlich dafür war vor allem die gesunkene Bruttomarge, die auf ein erhöhtes Rabattniveau, die Umstellung lizenzierter Produkte in Eigenvertrieb und gestiegene Kosten zurückzuführen ist. Finanzvorstand Zac Coughlin hob hervor, dass das Unternehmen dennoch durch operative Effizienzgewinne und gezielte Investitionen in den Markenaufbau punkten konnte.
Keine weiteren Aktienrückkäufe in 2025 geplant
Im ersten Quartal hatte PVH bereits Aktien im Wert von 561 Millionen US-Dollar zurückgekauft. Für das zweite Halbjahr sind keine weiteren Rückkäufe vorgesehen. Der finale Rückkaufumfang wird nach Abschluss der beschleunigten Rückkaufvereinbarungen im dritten Quartal feststehen.


