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Rechenzentren in Deutschland: KI beschleunigt Infrastruktur-Ausbau

Wolkensymbol für Cloud Computing in der IT
Foto: Pixabay

Key takeaways

Künstliche Intelligenz treibt den Ausbau von Rechenzentren in Deutschland massiv voran. Die Kapazitäten sollen bis 2030 um 70 Prozent steigen. Frankfurt bleibt führend, neue Standorte entstehen im Norden. Bitkom fordert bessere Rahmenbedingungen, um mit China und den USA mithalten zu können.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Diensten lässt den Rechenzentrumsmarkt in Deutschland rasant wachsen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie, die vom Borderstep Institut durchgeführt wurde, steigt die Anschlussleistung der deutschen Rechenzentren von derzeit 2.980 Megawatt auf voraussichtlich 5.000 Megawatt im Jahr 2030. KI-Rechenzentren machen heute etwa 15 Prozent der installierten Kapazitäten aus – ihr Anteil soll sich bis 2030 auf 40 Prozent erhöhen.

KI als Wachstumsmotor für Rechenzentren

Die Anschlussleistung von KI-Rechenzentren wird sich laut Prognosen von 530 auf 2.020 Megawatt nahezu vervierfachen. Der größte Teil dieses Wachstums entfällt auf Frankfurt, das mit rund 1.100 Megawatt bereits heute mehr als ein Drittel aller Kapazitäten in Deutschland stellt. Neue Großprojekte sind außerdem in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern geplant.

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Investitionen auf Rekordniveau

Im Jahr 2025 investieren Betreiber rund 12 Milliarden Euro in IT-Hardware und 3,5 Milliarden Euro in Gebäude und Technik. Allein 2,5 Milliarden Euro entfallen auf klimarelevante Anlagen und Energieinfrastruktur. Während die Servereffizienz kontinuierlich steigt, erhöht sich der Gesamtenergiebedarf der Rechenzentren auf 21,3 Milliarden Kilowattstunden.

Cloud und Edge gewinnen an Bedeutung

Cloud-Infrastrukturen wachsen besonders dynamisch: Mit 1.450 Megawatt machen sie 2025 rund die Hälfte aller Kapazitäten aus. Auch Edge-Rechenzentren, die näher an Nutzern und Anwendungen positioniert sind, legen zu – wenn auch auf niedrigem Niveau mit derzeit 240 Megawatt Anschlussleistung. Klassische Rechenzentren hingegen verlieren an Bedeutung.

Unterschiedliche Standortvorteile der Bundesländer

Frankfurt punktet mit seinem Netzwerk-Knoten DE-CIX und einem etablierten Ökosystem. Berlin-Brandenburg entwickelt sich zum zweitgrößten Rechenzentrums-Hub mit hoher internationaler Sichtbarkeit. Norddeutsche Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bieten große Flächen und profitieren von grüner Energie sowie Seekabelanbindung.

Internationaler Vergleich: Deutschland hinkt hinterher

Während Deutschland beim Ausbau zulegt, bleibt der Rückstand zu China und den USA groß. Dort existieren bereits Mega-Rechenzentren mit Anschlussleistungen von bis zu 48 Gigawatt. Allein die zehn größten US-Rechenzentren übertreffen die Gesamtleistung der 2.000 deutschen Anlagen. Projekte wie Metas „Hyperion“ oder Initiativen von OpenAI zeigen, wohin der Trend geht.

Bitkom fordert bessere Rahmenbedingungen

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder fordert schnellere Genehmigungen, niedrigere Energiekosten und steuerliche Anreize für die Nutzung von Abwärme. Auch müsse das deutsche Energieeffizienzgesetz besser mit europäischen Standards harmonisiert werden. Nur so könne Deutschland ein wettbewerbsfähiger Standort bleiben und digitale Souveränität sichern.

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