Im Jahr 2024 erreichte die Reiselust der Deutschen ein neues Rekordniveau: Insgesamt wurden 277 Millionen mehrtägige Reisen unternommen – sowohl innerhalb Deutschlands als auch ins Ausland. Das entspricht einem Zuwachs von 11 % gegenüber dem Vorjahr und 6 % im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Diese Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt in seiner aktuellen Erhebung.
Auslandsreisen besonders gefragt
Mit 114 Millionen Auslandsreisen lag dieser Teilbereich 12 % über dem Vorjahr und sogar 15 % über dem Niveau von 2019. Die beliebtesten Ziele blieben weitgehend konstant: Italien führte das Ranking mit 14 % aller Auslandsreisen an, gefolgt von Österreich (13 %), Spanien (10 %), Frankreich (8 %) und den Niederlanden (7 %). Damit behaupten sich diese fünf Länder seit über einem Jahrzehnt unter den Top-Reisezielen.
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Geschäftsreisen noch unter Vorkrisenniveau
Deutlich dynamischer als im Vorjahr entwickelten sich private Reisen. Rund 240 Millionen dieser Art wurden 2024 gezählt – ein Plus von 11 % gegenüber 2023 und 9 % mehr als 2019. Geschäftsreisen legten ebenfalls zu, allerdings in abgeschwächter Form: Sie erreichten 37 Millionen und lagen damit 8 % über dem Vorjahr, jedoch weiterhin 10 % unter dem Vorkrisenstand.
Auto bleibt wichtigstes Verkehrsmittel
Beim Blick auf die genutzten Verkehrsmittel dominiert das Auto nach wie vor deutlich: 58 % aller mehrtägigen Reisen wurden per Pkw durchgeführt. Die Bahn kam auf 19 %, das Flugzeug auf 17 %. Reisebusse und sonstige Verkehrsmittel spielten mit je 3 % nur eine untergeordnete Rolle. Die Verteilung blieb im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend stabil.



