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Starkes Quartal: Richemont wächst wieder zweistellig

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Key takeaways

Richemont meldet für das erste Halbjahr 2025/26 ein Umsatzwachstum auf 10,6 Mrd. Euro, getragen von starker Nachfrage nach Schmuck. Im abgelaufenen Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt zweistellig zu. Trotz Zöllen und Währungseffekten stieg der operative Gewinn auf 2,4 Mrd. Euro.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Richemont hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 solide Ergebnisse erzielt. Trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds stieg der Umsatz um 5 % auf 10,6 Mrd. Euro, währungsbereinigt sogar um 10 %. Im zweiten Quartal beschleunigte sich das Wachstum deutlich auf 14 %. Der operative Gewinn legte um 7 % auf 2,4 Mrd. Euro zu – ein Plus von 24 % bei konstanten Wechselkursen.

Schmuck bleibt Wachstumsmotor

Die Schmucksparten – darunter Cartier, Van Cleef & Arpels und Buccellati – trugen maßgeblich zum Wachstum bei. Sie erzielten einen Umsatzanstieg von 9 % (14 % währungsbereinigt), mit einem operativen Ergebnis von 2,5 Mrd. Euro und einer Marge von 32,8 %. Die Nachfrage war in nahezu allen Regionen stabil hoch. Auch das Uhrensegment zeigte im zweiten Quartal mit einem leichten Plus erste Erholungstendenzen, wenngleich der Halbjahreswert noch ein Minus von 6 % aufweist. Die operative Marge blieb hier mit 3,2 % jedoch gering.

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Regionen und Kanäle im Überblick

Im zweiten Quartal konnten alle Regionen zweistellig zulegen, insbesondere Europa, die USA und der Nahe Osten. In China, Hongkong und Macau kehrte das Geschäft nach zuvor schwachen Monaten zurück auf Wachstumskurs. Der Direktvertrieb macht weiterhin rund 76 % des Konzernumsatzes aus, wobei der Einzelhandel (70 % Anteil) währungsbereinigt um 10 % zulegte.

Solide Bilanz, positiver Ausblick

Der Konzern weist eine stabile Netto-Cash-Position von 6,5 Mrd. Euro aus. Die operative Effizienz zeigt sich auch im verbesserten Cashflow aus dem laufenden Geschäft, der auf 1,85 Mrd. Euro anstieg. Richemont profitierte dabei von einer disziplinierten Kostenstruktur: Der Anteil der operativen Kosten am Umsatz sank um 220 Basispunkte auf 43,1 %.

Auswirkungen von Zöllen und Währungseffekten

Belastend wirkten sich vor allem ungünstige Wechselkurse und gestiegene Rohstoffpreise – insbesondere Gold – aus. Hinzu kamen neue US-Zölle auf Schweizer Uhren. Trotz dieser Effekte gelang es Richemont durch gezielte Preisanpassungen, einen Teil der Belastungen abzufedern. Der Bruttogewinn legte leicht auf 6,94 Mrd. Euro zu, die Bruttomarge sank jedoch auf 65,3 %.

Gewinnsprung durch Wegfall von Sondereffekten

Der Periodengewinn kletterte auf 1,81 Mrd. Euro – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 457 Mio. Euro. Der Unterschied erklärt sich im Wesentlichen durch den Wegfall eines Sondereffekts aus dem Verkauf des Onlinehändlers YNAP im Vorjahr. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten allein betrug 1,8 Mrd. Euro, ein Plus von 4 %.

Nachhaltigkeit und Ausblick

Im September genehmigten die Aktionäre erneut den Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns, der nach GRI-Standards erstellt wurde. Für die zweite Geschäftsjahreshälfte erwartet Richemont anhaltende Unsicherheit, insbesondere in China. Dennoch zeigt sich der Vorstand zuversichtlich, langfristig weiter profitabel wachsen zu können – gestützt auf starke Marken, operative Disziplin und lokale Nachfrage.

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