Richemont hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres bis zum 31. Dezember 2025 ein Umsatzwachstum von 11 Prozent bei konstanten Wechselkursen erzielt und damit ein starkes Weihnachtsgeschäft abgeschlossen. Der Umsatz lag bei 6,4 Milliarden Euro. Angesichts eines anspruchsvollen Vergleichswerts aus dem Vorjahr entspricht das einer soliden operativen Leistung.
Wachstum über alle Regionen und Vertriebskanäle hinweg
Die höchsten Zuwächse verzeichnete Richemont in den Regionen Naher Osten & Afrika (+20 %), Japan (+17 %) und Amerika (+14 %). Auch Europa (+8 %) und Asien-Pazifik (+6 %) legten zu – dort vor allem durch Nachfrage in Südkorea, Australien und Hongkong. In Europa stützten sowohl lokale Kunden als auch Touristen aus Nordamerika und dem Nahen Osten das Geschäft.
Auf Kanalebene war das Retail-Geschäft mit einem Plus von 12 Prozent stärkster Wachstumstreiber. Es machte rund 72 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Großhandel wuchs um 9 Prozent, während Online-Umsätze moderat um 5 Prozent zulegten.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Schmuck als Wachstumsmotor – Uhren mit positiver Entwicklung
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft der vier Schmuckmarken Cartier, Van Cleef & Arpels, Buccellati und Vhernier: Die Jewellery Maisons steigerten ihren Umsatz um 14 Prozent. Dabei zeigten sich sowohl Schmuck- als auch Uhrensegmente wachstumsstark – unterstützt durch Produktneuheiten und gezielte Markenkommunikation.
Auch die Spezialuhrenmarken des Konzerns legten um 7 Prozent zu – getrieben von zweistelligen Zuwächsen in Amerika und im Nahen Osten. Stabil zeigte sich das Segment „Other“, das Mode- und Accessoire-Marken umfasst. Dort verzeichneten Peter Millar und Gianvito Rossi eine positive Entwicklung, während Watchfinder & Co. im Wiederverkaufsgeschäft zulegte.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte Richemont Umsätze von 17 Milliarden Euro – ein Plus von 10 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Die Netto-Cash-Position blieb mit 7,6 Milliarden Euro robust, trotz anhaltender Investitionen und steigender Materialkosten.


