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Robotaxis: Warum Deutschland beim autonomen Fahren hinterherhinkt

Waymo Robotaxi in Kalifornieren
Foto: Pexels

Key takeaways

Eine neue PwC-Studie analysiert, warum Deutschland beim Thema Shared Autonomous Vehicles (SAVs) hinterherhinkt. Während USA und China bereits Regelbetrieb bieten, scheitert es hierzulande an Technik, Regulierung und Kooperation. Die Autoren skizzieren Betriebsmodelle und fordern mehr Investitionen sowie klare politische Rahmenbedingungen für den Durchbruch.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Gemeinschaftlich genutzte autonome Fahrzeuge (Shared Autonomous Vehicles, SAVs) sind in den USA und China längst Teil des Alltags. In Deutschland hingegen befinden sich entsprechende Angebote noch im Pilotstadium. Eine aktuelle Veröffentlichung des „PwC Lab for Smart Mobility“, ein Gemeinschaftsprojekt von PwC Deutschland und dem Institut für Mobilität der Universität St.Gallen, zeigt auf, welche Hürden es hierzulande zu überwinden gilt – und wie ein funktionierendes Ökosystem für SAVs aufgebaut werden kann.

USA und China setzen Maßstäbe – Deutschland zögert noch

Während in den Vereinigten Staaten Anbieter wie Waymo pro Woche über 250.000 Fahrten in fünf Städten durchführen und Apollo Go in China seit dem Start 2020 mehr als elf Millionen Fahrten gezählt hat, bleiben SAV-Angebote in Europa marginal. In Deutschland beschränken sich Pilotprojekte bislang auf wenige Fahrzeuge in Städten wie Hamburg oder Frankfurt. Die Studienautoren fordern deshalb ein Umdenken: Größere Projekte, mehr Investitionen und klare regulatorische Vorgaben seien notwendig, um international nicht den Anschluss zu verlieren.

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Technische, regulatorische und wirtschaftliche Hürden

Vier zentrale Herausforderungen hemmen den Fortschritt: Erstens ist die Software für den autonomen Betrieb – insbesondere bei Robobussen – noch nicht ausreichend erprobt. Zweitens fehlt es an einheitlichen Zulassungsverfahren und klaren Haftungsregeln. Drittens schrecken hohe Kosten potenzielle Investoren ab, weil es an betriebswirtschaftlicher Sicherheit mangelt. Und viertens bestehen organisatorische Defizite – etwa in der Zusammenarbeit zwischen Städten, Verkehrsunternehmen und privaten Betreibern.

Dennoch zeigen ökonomische Szenarien, dass SAVs langfristig günstiger als herkömmliche Fahrzeuge sein können. Im öffentlichen Nahverkehr könnten laut Studie bis 2035 bis zu 67 Prozent weniger Zuschüsse notwendig sein – vor allem durch den Wegfall von Fahrern und deren Arbeitsplätzen. Bei Robotaxis sollen sich die Kosten pro Kilometer um bis zu 70 Prozent gegenüber heutigen Taxifahrten reduzieren lassen.

Betriebs- und Finanzierungsmodelle für ein deutsches SAV-Ökosystem

Um diese Potenziale zu realisieren, schlägt die Studie vier konkrete Betriebsmodelle vor. Für zwei Szenarien – Robotaxis und SAVs im ÖPNV – wurden zudem umfassende Finanzmodelle erarbeitet. Ziel ist es, ein tragfähiges, skalierbares Ökosystem zu schaffen, das rechtlich, technisch und wirtschaftlich auf stabilen Füßen steht. Dazu braucht es laut PwC-Experte Harald Wimmer vor allem eines: Klarheit. „Es geht jetzt darum, regulatorische Hindernisse zu beseitigen und Kapital zu mobilisieren“, so Wimmer.

Die Analyse ist Teil einer zweiteiligen Serie zur Zukunft von SAVs. Während der erste Teil das Nutzerverhalten und Marktpotenzial beleuchtete, widmet sich der nun erschienene zweite Teil mit dem Titel „Bringing the SAV Economy to Life“ gezielt der Angebotsseite – und liefert konkrete Vorschläge für den Weg in die Praxis.

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