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Indien klagt Samsung und Xiaomi wegen Kartellabsprachen an

Rückseite eines Samsung Smartphone
Foto: Omar Markhieh / Pexels

Key takeaways

Indien wirft Samsung und Xiaomi vor, mit Amazon und Flipkart exklusive Online-Verkäufe vereinbart zu haben, was gegen das Kartellrecht verstößt. Die CCI untersucht, ob Bußgelder verhängt und Geschäftspraktiken geändert werden müssen.

Lesezeit ca. 2 Minuten
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Amazon unaufhaltsam

von Brad Stone - Deutsche Ausgabe von »Amazon Unbound«
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
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Indien beschuldigt Samsung, Xiaomi und weitere Smartphone-Hersteller der illegalen Zusammenarbeit mit Amazon und Flipkart, wie Reuters exklusiv berichtet. Nach Prüfung der indischen Wettbewerbsbehörde, der Competition Commission of India (CCI), haben diese Unternehmen ihre Produkte exklusiv auf den Plattformen der beiden E-Commerce-Giganten eingeführt und damit gegen das indische Kartellrecht verstoßen.

Die Untersuchungen der CCI ergaben, dass Amazon und Flipkart durch gezielte Bevorzugung bestimmter Verkäufer sowie durch exklusive Produktplatzierungen und erhebliche Rabatte den Wettbewerb auf dem indischen Markt verzerrten. Dies schadete kleineren Einzelhändlern und erschwerte es ihnen, konkurrenzfähig zu bleiben. Die 1.027-seitige CCI-Untersuchung zu Amazon benennt neben Samsung und Xiaomi auch Motorola, Realme und OnePlus als Unternehmen, die sich an diesen Praktiken beteiligt haben. Eine ähnliche Untersuchung von Flipkart umfasst 1.696 Seiten und erwähnt zusätzlich Lenovo und Vivo.

Der Vorwurf der Exklusivität bezieht sich auf Praktiken, bei denen neue Smartphone-Modelle ausschließlich auf den Plattformen von Amazon und Flipkart angeboten wurden. Dies führte dazu, dass stationäre Händler die neuesten Modelle erst deutlich später erhielten und so im Wettbewerb benachteiligt wurden. In den Berichten kritisierte CCI-Direktor G.V. Siva Prasad, dass diese Exklusivitätsvereinbarungen nicht nur den Wettbewerb einschränkten, sondern auch den Interessen der Verbraucher schadeten.

Die CCI hat die betroffenen Unternehmen aufgefordert, ihre Finanzberichte für die letzten drei Geschäftsjahre bis 2024 vorzulegen. In den kommenden Wochen wird die Behörde die Stellungnahmen von Amazon, Flipkart, den Smartphone-Herstellern und der Händlervereinigung prüfen. Dabei könnten sowohl Bußgelder verhängt als auch Änderungen der Geschäftspraktiken angeordnet werden.

Die Untersuchung wurde durch eine Beschwerde der Confederation of All India Traders (CAIT), der größten Händlervereinigung des Landes mit 80 Millionen Mitgliedern, ins Rollen gebracht. Die Vereinigung beklagt seit Jahren, dass exklusive Online-Einführungen von Smartphones den stationären Handel schädigen und dass Produkte zu vergünstigten Preisen nur bestimmten Online-Händlern zur Verfügung gestellt werden.

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