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AliExpress sperrt Anbieter von kindlich wirkenden Sexpuppen

AliExpress Appp auf einem Smartphone
Foto: Unsplash

Key takeaways

AliExpress hat einen chinesischen Händler verbannt, nachdem eine Reuters-Recherche kindlich wirkende Sexpuppen aufdeckte. Die EU prüft parallel Verstöße gegen den Digital Services Act, während der Druck auf Plattformen wie Shein und Temu wächst.

Lesezeit ca. 2 Minuten

AliExpress hat einen chinesischen Händler dauerhaft von seiner Plattform ausgeschlossen, nachdem dieser kindlich wirkende Sexpuppen angeboten hatte. Die Entscheidung folgte auf Recherchen von Reuters, die konkrete Hinweise auf den Verkauf solcher Produkte in Europa und den USA lieferten. Betroffen ist der Anbieter „Guava Dolls“ aus der chinesischen Provinz Shandong, der laut Reuters mehrfach gegen Plattformrichtlinien und geltendes Recht verstoßen haben soll.

Recherchen decken Gesetzesverstöße auf

Reuters informierte AliExpress am 14. November über verdächtige Produktangebote, woraufhin der Konzern zunächst angab, die Puppen erfüllten die Plattformregeln, da es sich um unbewegliche Figuren ohne sexuelle Funktion handle. Eine spätere Prüfung führte jedoch zur dauerhaften Sperrung des Anbieters. AliExpress erklärte, der Händler habe in der Kommunikation Unwahrheiten verbreitet und auf anderen Plattformen sexuelle Bestellungen entgegengenommen – belegt durch Screenshots, die Reuters zur Verfügung gestellt hatte.

Laut Reuters waren vier Angebote kindlich aussehender Puppen mit sexualisierter Darstellung im Handel, darunter in Frankreich, Spanien, Italien, den USA und Großbritannien. Die Darstellung beinhaltete Schuluniformen, kindliche Gesichtsausdrücke und aufreizende Kleidung. Mehrere Juristen stuften diese Darstellungen als klar gesetzeswidrig ein.

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Regulatorischer Druck auf Plattformen wächst

AliExpress, ebenso wie Temu und Shein, unterliegt als sogenannte Very Large Online Platform (VLOP) den erweiterten Auflagen der EU im Rahmen des Digital Services Act (DSA). Dieser verpflichtet Anbieter zur aktiven Überwachung und Entfernung illegaler Inhalte. Die EU-Kommission kündigte an, das Vorgehen von AliExpress genau zu beobachten.

Die französischen Behörden ermitteln unterdessen gegen Shein wegen des Verdachts, Darstellungen kindlicher Sexualisierung verbreitet zu haben. Shein hat in Reaktion darauf eine globale Sperre für derartige Produkte verhängt und den französischen Marktplatz temporär geschlossen.

Auch in den USA gibt es entsprechende gesetzliche Regelungen. Einzelne Bundesstaaten verbieten Verkauf, Import oder Besitz solcher Puppen ausdrücklich. In Europa zählen Länder wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien zu jenen Staaten, die auch kindlich wirkende, nicht-funktionale Sexpuppen als rechtswidrig einstufen.

EU-Parlament verschärft Maßnahmen

Das Europäische Parlament hat erst gestern eine Resolution beschlossen, die mehr Schutz für Verbraucher vor illegalen Online-Produkten fordert. Darin werden ausdrücklich kindlich wirkende Sexpuppen genannt. Die Abgeordneten riefen Kommission und Mitgliedsstaaten dazu auf, die Einfuhrkontrollen zu verschärfen und die Einhaltung von Vorschriften durch Online-Plattformen konsequent zu prüfen.

Die Recherchen von Reuters und das darauf folgende Handeln von AliExpress zeigen die Herausforderungen globaler Online-Marktplätze im Umgang mit sensiblen Inhalten. Plattformen geraten zunehmend unter regulatorischen Druck – nicht nur durch nationale Gesetze, sondern auch durch neue europäische Standards.

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