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Shein steigert UK-Umsatz 2024 auf rund 2,8 Milliarden Euro

Büro und Headquarter von Shein
Foto: Shein

Key takeaways

Shein hat seinen Umsatz in Großbritannien 2024 um über 32 % auf rund 2,8 Mrd. € gesteigert. Der Gewinn wuchs sogar um über 50 %. Mit Pop-up-Stores, neuen Büros und einer erweiterten Produktpalette festigt der Fast-Fashion-Riese seine Marktstellung – steht aber wegen Zollvorteilen zunehmend unter Druck.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im britischen Markt konnte der chinesisch-singapurische Online-Modehändler Shein im Jahr 2024 stark zulegen. Wie Reuters berichtet, stiegen laut einer aktuellen Unternehmensmeldung die Umsätze im Vereinigten Königreich um 32,3 Prozent auf 2,05 Milliarden Pfund – umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro. Damit ist Großbritannien nach den USA und Deutschland der drittgrößte Markt des Unternehmens.

Expansion mit Pop-up-Stores und Offices

Die positive Entwicklung wurde durch verschiedene Maßnahmen im britischen Markt flankiert. So eröffnete Shein 2024 zwei neue Büros in Manchester und im Londoner Stadtteil Kings Cross. Zudem tourte ein Weihnachtsbus durch zwölf britische Städte, begleitet von der Eröffnung eines temporären Pop-up-Stores in Liverpool. Diese lokalen Initiativen stärken die Markenpräsenz vor Ort und dürften zur Umsatzsteigerung beigetragen haben.

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Gewinn legt deutlich zu

Auch das Ergebnis vor Steuern legte deutlich zu: Das operative Ergebnis der Shein Distribution UK Ltd stieg von 24,4 Millionen Pfund im Vorjahr auf 38,25 Millionen Pfund – ein Zuwachs von 56,6 Prozent. Damit zeigt sich, dass das Unternehmen nicht nur wächst, sondern auch profitabler wird.

Geschäftsmodell unter Druck

Shein setzt weiterhin auf aggressive Preisstrategien, permanente Rabattaktionen und ein breites Sortiment, das längst über Mode hinausgeht. Neben günstiger Kleidung – etwa Kleidern für rund 11 € oder Jeans für etwa 20 € – bietet Shein in Großbritannien auch Spielwaren, Bastelzubehör und Haushaltsartikel an. Die günstigen Preise sind unter anderem durch die Nutzung zollfreier Direktlieferungen aus China möglich.

Doch genau diese Praxis gerät zunehmend unter regulatorischen Druck: In den USA wurde die sogenannte „de minimis“-Regel für zollfreie Einfuhren bis 800 US-Dollar abgeschafft. Die EU plant Ähnliches für Lieferungen unter 150 Euro. Auch Großbritannien prüft derzeit, ob die bisherigen Ausnahmeregelungen Online-Händlern wie Shein oder Temu einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Blick nach Hongkong

International plant Shein weiterhin einen Börsengang – nach gescheiterten Anläufen in New York und London richtet sich der Fokus nun auf Hongkong. Die politische Gemengelage zwischen China und westlichen Staaten sowie regulatorische Hürden erschweren das Vorhaben bislang.

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