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Shopify: Agentic Shopping wird E-Commerce grundlegend verändern

Shopify Logo auf einem Smartphone neben einem Aktienkurs
Foto: seemantaduttaskv / depositphotos.com

Key takeaways

Für Shopify-Präsident Finkelstein beginnt eine neue Phase im Onlinehandel: Der Shop-Tech-Gigant setzt auf KI-gestützte Einkaufsagenten als nächsten Wachstumstreiber. Autonome Systeme sollen künftig Produkte entdecken, vergleichen und Kaufentscheidungen unterstützen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der E-Commerce-Anbieter Shopify richtet seine Strategie spätestens seit dem letzten Winter-Update verstärkt auf künstliche Intelligenz aus und setzt dabei auf sogenannte „agentic shopping“-Systeme. Dabei handelt es sich um KI-gestützte Einkaufsagenten, die Nutzer bei der Produktsuche unterstützen, Angebote vergleichen und Kaufentscheidungen teilweise autonom treffen können.

Für Shopify-Präsident Harley Finkelstein markiert diese Entwicklung den Beginn einer neuen Phase im Onlinehandel. Auf dem Upfront Summit in Los Angeles erklärte er laut einem Bericht von Techcrunch, dass autonome KI-Agenten künftig eine zentrale Rolle im digitalen Einkauf spielen könnten.

Großes Wachstumspotenzial im Onlinehandel

Shopify gehört zu den größten E-Commerce-Plattformen in den USA und liegt hinter Amazon auf Platz zwei der Anbieter. Dennoch sieht das Unternehmen, das letztes Jahr satte 30 Prozent gewachsen ist, weiter erhebliches Potenzial im digitalen Handel. Nach Angaben von Finkelstein werden derzeit nur rund 18 Prozent der Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten online abgewickelt. KI-gestützte Einkaufssysteme könnten diese Quote künftig deutlich erhöhen.

Agentische Systeme könnten zu einer neuen Schnittstelle zwischen Konsumenten und Händlern werden – neben Marktplätzen, Suchmaschinen und Social-Commerce-Plattformen.

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Vom Suchfeld zum persönlichen Einkaufsberater

Im Unterschied zu klassischen Suchmaschinen sollen KI-Agenten deutlich stärker personalisierte Empfehlungen geben. Sie analysieren individuelle Vorlieben, Kaufhistorien und Budgetgrenzen, um passende Produkte vorzuschlagen. Ein Nutzer, der regelmäßig bestimmte Marken kauft, könnte künftig automatisch relevante Angebote erhalten – unabhängig davon, ob sie von großen Handelsketten oder kleineren spezialisierten Händlern stammen.

Darüber hinaus können solche Systeme verschiedene Faktoren berücksichtigen, etwa Preisvergleiche, Lieferzeiten, Nachhaltigkeitskriterien oder Retourenquoten.

Neue Chancen für kleinere Händler

Shopify, das bereits mit OpenAI zu Anzeigen in ChatGPT und Microsoft hinsichtlich Copilot-Checkout zusammenarbeitet, sieht insbesondere für kleinere und mittlere Händler neue Chancen. Viele dieser Unternehmen kämpfen im Onlinehandel mit begrenzter Sichtbarkeit gegenüber großen Plattformen und Marken. KI-Agenten könnten Produkte stärker nach Relevanz und Nutzerpräferenzen auswählen, statt primär Werbebudgets oder Marktmacht zu berücksichtigen.

Dadurch könnten auch kleinere Anbieter leichter entdeckt werden, wenn ihre Produkte zu den individuellen Bedürfnissen der Kunden passen.

Technologische Infrastruktur im Aufbau

Um diese Entwicklung zu unterstützen, baut Shopify derzeit mehrere KI-gestützte Funktionen aus. Dazu gehört unter anderem „Sidekick“, ein digitaler Assistent für Händler, der operative Aufgaben erleichtern soll. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen KI-Agenten für den Kundensupport sowie neue Schnittstellen, über die externe Agentensysteme strukturiert auf Produkt- und Händlerdaten zugreifen können.

Damit sollen Informationen wie Produktvarianten, Lieferbedingungen oder Verfügbarkeiten maschinenlesbar und für KI-Systeme effizient nutzbar werden.

Wettbewerb um den Zugang zum Kunden

Die Entwicklung hin zu KI-gestützten Einkaufsagenten verändert auch die Dynamik im Plattformgeschäft. Während in der ersten Phase des E-Commerce vor allem Marktplätze dominierten, gewannen später soziale Netzwerke und Creator-Plattformen an Bedeutung. Mit agentischen Systemen könnte nun eine neue Vermittlungsebene entstehen, die Produktsuche und Kaufentscheidungen stärker automatisiert.

Für Shopify besteht die strategische Herausforderung darin, selbst Teil dieser neuen Infrastruktur zu werden und den Zugang zu Händlern und Produktdaten zu kontrollieren. Das Unternehmen sieht darin eine Chance, seine Rolle im digitalen Handel weiter auszubauen – vom Anbieter von Online-Shop-Technologie hin zu einer zentralen Plattform für datengetriebenen E-Commerce.

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