Skims, die von Kim Kardashian mitbegründete Modemarke, hat eine neue Bewertung von rund 5 Milliarden US-Dollar (ca. 4,7 Milliarden Euro) erhalten. Möglich machte dies laut CNBC eine Finanzierungsrunde in Höhe von 225 Millionen Dollar (ca. 211 Mio. Euro), angeführt von Goldman Sachs Alternatives. Der Einstieg markiert einen weiteren Meilenstein für das 2019 gegründete Unternehmen, das sich von einem Shapewear-Label zu einer globalen Lifestyle-Marke entwickelt hat.
Wachstum durch Expansion und neue Zielgruppen
Skims startete ursprünglich mit figurformender Unterwäsche für Frauen und setzte früh auf inklusive Größen von XXS bis 5XL. Inzwischen wurde das Sortiment um Loungewear, Bademode und seit 2023 auch um eine Herrenlinie erweitert. Besonders die Partnerschaften mit der NBA, WNBA und USA Basketball sowie eine Activewear-Kooperation mit Nike unter dem Namen NikeSkims sorgten für Aufmerksamkeit und neue Kundengruppen.
Der Umsatz stieg entsprechend rasant: Während das Unternehmen 2020 noch etwa 145 Millionen Dollar (ca. 136 Mio. Euro) umsetzte, waren es 2023 bereits rund 750 Millionen Dollar (ca. 703 Mio. Euro). Seit dem vergangenen Jahr arbeitet Skims zudem profitabel.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Vom Online-Geschäft zur Ladenkette
Lange setzte Skims vor allem auf den Direktvertrieb über den eigenen Onlineshop. Doch der stationäre Handel gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nach mehreren Pop-up-Stores eröffnete 2024 das erste feste Geschäft in Washington, D.C. Es folgten Filialen in Städten wie New York, Miami und Austin. Im April kam ein 4.500 Quadratmeter großer Flagship-Store auf dem Sunset Strip in Los Angeles hinzu. Noch 2025 sollen 16 weitere Standorte in den USA eröffnen – insgesamt käme Skims damit auf 22 Filialen.
Internationale Ambitionen und Markenfusion
Auch global plant Skims die Expansion: Für Europa und den Nahen Osten wurde mit Robin Gendron ein ehemaliger Michael-Kors-Manager als Präsident berufen. Geplant sind Stores in London und Dubai bis Mitte 2026 sowie 15 Filialen in Israel.
Gleichzeitig wird das Markenportfolio neu geordnet. So übernimmt Skims die bisherige Kosmetiklinie Skkn by Kim, nachdem Coty im März angekündigt hatte, seinen 20-prozentigen Anteil daran zu verkaufen. Künftig sollen Schönheitsprodukte und Mode unter der Dachmarke Skims vereint werden.
Kim Kardashian hält weiterhin die größte Beteiligung an dem Unternehmen. Laut Forbes besitzt sie rund 35 Prozent der Anteile – ein entscheidender Treiber ihres auf 1,7 Milliarden Dollar (ca. 1,6 Mrd. Euro) geschätzten Vermögens. Skims selbst spricht von einer besonders jungen Zielgruppe: Etwa 70 Prozent der Kunden stammen aus der Generation Z oder den Millennials.


