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Studie zeigt: Problematische Social-Media-Nutzung bei Gen Z stark gestiegen

Umarmendes Paar mit Smartphone in der Hand
Foto: ROMAN ODINTSOV / Pexels

Key takeaways

➟ Problematische Social-Media-Nutzungsmuster nehmen bei jungen Erwachsenen stark zu. Besonders Männer der Generation Z fallen auf, während sich die Werte bei Millennials, Gen X und Baby Boomern kaum verändern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Problematische Social-Media-Nutzungsmuster haben bei jungen Erwachsenen in Deutschland innerhalb eines Jahres deutlich zugenommen. Nach einer Analyse von YouGov und der Macromedia University of Applied Sciences zeigen 2026 rund 51 Prozent der Generation Z problematische oder pathologische Nutzungsmuster. 2025 lag der Anteil noch bei 25 Prozent.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei jungen Männern. In dieser Gruppe liegt der Anteil 2026 bei 58 Prozent, während er bei jungen Frauen 40 Prozent beträgt. In der Gesamtbevölkerung fallen die Unterschiede zwischen Männern und Frauen deutlich geringer aus.

Generation Z entwickelt sich gegen den Gesamttrend

Während sich die Situation bei der Generation Z stark verschärft hat, blieb das Risiko in anderen Altersgruppen weitgehend stabil. Bei Millennials sank der Anteil von 26 auf 22 Prozent, bei der Generation X von 12 auf 11 Prozent.

Unter Baby Boomern liegt der entsprechende Wert weiterhin bei rund vier Prozent. In der erwachsenen Gesamtbevölkerung blieb der Anteil mit hohem Risiko oder Anzeichen pathologischer Nutzung mit 16 Prozent nahezu unverändert gegenüber 15 Prozent im Vorjahr.

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Junge Männer rücken besonders in den Fokus

Die deutlichsten Ausschläge zeigen sich bei Männern der Generation Z. 58 Prozent weisen problematische oder pathologische Nutzungsmuster auf. Bei Frauen derselben Generation sind es 40 Prozent.

Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung liegen die entsprechenden Anteile bei 19 Prozent der Männer und 12 Prozent der Frauen. Die Untersuchung widerspricht damit der verbreiteten Annahme, problematische Social-Media-Nutzung betreffe vor allem Kinder oder weibliche Jugendliche.

Stichprobeneffekte erklären den Anstieg nur teilweise

Die Forschenden haben geprüft, ob Unterschiede zwischen den Stichproben von 2025 und 2026 den starken Anstieg erklären können. Faktoren wie Alter, Beschäftigung und regionale Zusammensetzung beeinflussen die Ergebnisse zwar, erklären die Entwicklung bei der Generation Z aber nicht vollständig.

Zudem zeigte sich das erhöhte Niveau in zwei unabhängig voneinander durchgeführten Befragungen des Jahres 2026 ähnlich. Die Studienautoren warnen dennoch davor, aus zwei Querschnittserhebungen bereits einen langfristigen Trend oder individuelle Diagnosen abzuleiten.

Gemessen werden problematische Nutzungsmuster, nicht reine Bildschirmzeit

Grundlage der Untersuchung ist die Bergen Social Media Addiction Scale. Sie erfasst nicht ausschließlich die Nutzungsdauer, sondern typische Merkmale problematischer Nutzung.

Dazu zählen unter anderem eine starke gedankliche Beschäftigung mit sozialen Medien, steigender Nutzungsdrang, Schwierigkeiten bei der Selbstkontrolle sowie negative Folgen für andere Lebensbereiche. Die Einteilung der Befragten erfolgte 2025 und 2026 nach demselben Verfahren.

Weitere Forschung soll Ursachen klären

Die Ergebnisse verschieben den Fokus der Debatte stärker auf junge Erwachsene und insbesondere junge Männer. Entscheidend ist nun die Frage, welche Veränderungen im Nutzungsverhalten, bei Plattformmechanismen oder im sozialen Umfeld den deutlichen Ausschlag erklären.

Für die Untersuchung wurden im Mai 2025 sowie im Juni und Juli 2026 insgesamt 6.210 Personen befragt. Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht und Region gewichtet und sind repräsentativ für die erwachsene Wohnbevölkerung in Deutschland.

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