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Investitionen in deutsche Startups steigen 2025 um fast 20 Prozent

Startup auf Holzwuerfeln geschrieben
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

2025 flossen 8,4 Milliarden Euro Risikokapital in deutsche Startups – ein Plus von 19 Prozent. Während große Finanzierungen zunahmen, sank die Zahl kleiner Deals. Bayern dominiert bei Investitionssummen, Berlin bleibt bei der Dealanzahl vorn. Besonders KI- und Tech-Startups profitieren vom wachsenden Vertrauen der Investoren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Startups in Deutschland haben im Jahr 2025 Risikokapital in Höhe von rund 8,4 Milliarden Euro eingesammelt. Das entspricht einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und stellt den dritthöchsten Wert in der deutschen Startup-Geschichte dar. Gleichzeitig sank die Zahl der Finanzierungsrunden um fünf Prozent auf 716 – der vierte Rückgang in Folge. Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Startup-Barometer der Beratungsgesellschaft EY hervor.

Große Deals treiben Wachstum

Das Investitionsplus ist vor allem auf eine gestiegene Zahl großer Finanzierungen zurückzuführen. 18 Finanzierungsrunden lagen bei mindestens 100 Millionen Euro – sechs mehr als im Vorjahr. Während Großdeals zulegten, nahm die Zahl kleiner Investitionen unter einer Million Euro leicht ab: von 440 auf 430. Besonders auffällig ist der Rückgang in der zweiten Jahreshälfte: Während im ersten Halbjahr noch 4,6 Milliarden Euro investiert wurden, sank die Summe im zweiten Halbjahr auf 3,8 Milliarden Euro. Auch die Zahl der Abschlüsse nahm mit 318 gegenüber 398 im ersten Halbjahr deutlich ab.

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Bayern dominiert – Berlin verliert an Boden

Regional betrachtet sticht Bayern hervor: Startups aus dem Freistaat erhielten 2025 insgesamt 3,3 Milliarden Euro – fast eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Berlin folgt mit 2,7 Milliarden Euro. Obwohl Berlin mit 218 Finanzierungsrunden weiterhin Spitzenreiter bei der Zahl der Deals bleibt, liegt Bayern mit 148 Abschlüssen deutlich vorne, wenn es um das Volumen geht. Sieben der zehn größten Deals gingen an bayrische Startups, angeführt von Helsing mit einer Finanzierung in Höhe von 600 Millionen Euro.

Dr. Thomas Prüver von EY erklärt den Erfolg Bayerns mit dem dortigen Tech- und Defense-Fokus, der vom globalen KI-Boom profitiere. Berlin bleibe zwar ein bedeutender Standort, doch der Schwerpunkt auf E-Commerce und FinTech wirke sich angesichts der konjunkturellen Lage negativ aus. Auch Baden-Württemberg konnte zulegen und kam auf 852 Millionen Euro Investitionsvolumen.

KI bleibt Treiber des Wachstums

Besonders stark wuchs der Bereich Künstliche Intelligenz: Startups aus dem Segment Software & Analytics erzielten 2,7 Milliarden Euro – ein Plus von 20 Prozent. Dahinter folgen die Bereiche Energy mit 1,2 Milliarden Euro und Health mit 1,1 Milliarden Euro. Prüver betont, dass Investoren zunehmend auf wirtschaftlich messbare Ergebnisse achten. Besonders KI-Startups müssten hohe Bewertungen künftig durch reale Erfolge rechtfertigen.

Trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich der deutsche Startup-Markt insgesamt robust. Die Investitionsbereitschaft ist nach dem Einbruch 2023 wieder gestiegen. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu Kapital für sehr junge Startups schwierig – ein Trend, der sich in der sinkenden Zahl kleiner Deals widerspiegelt.

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