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Bitkom-Umfrage: Startups zwischen Wachstum und Pleitegefahr

Leeres Büro eines Startup
Foto: StartupStockPhotos / Pixabay

Key takeaways

Eine Bitkom-Umfrage zeigt deutliche Unterschiede in der Entwicklung deutscher Startups: Während 37 Prozent von Verbesserungen berichten, fürchten 15 Prozent eine Insolvenz. Größte Hindernisse sind Bürokratie, Kundengewinnung und Finanzierung. Auch regulatorische Unsicherheiten, Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck erschweren die Lage. Bitkom fordert konkrete Schritte zur Entlastung der Gründer.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die wirtschaftliche Lage deutscher Startups entwickelt sich höchst unterschiedlich. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage berichten 37 Prozent der befragten Unternehmen von einer Verbesserung der eigenen Situation, während 31 Prozent von einer Verschlechterung sprechen. Damit hat sich die Zahl der Startups mit stabiler Geschäftslage innerhalb eines Jahres von 41 auf 28 Prozent deutlich verringert. Besonders kritisch sehen Gründer den allgemeinen Konjunkturtrend: Nur 21 Prozent nehmen Verbesserungen wahr, während 47 Prozent Verschlechterungen feststellen. Alarmierend ist zudem, dass 15 Prozent der Startups in den kommenden zwölf Monaten eine Insolvenz fürchten – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 11 Prozent.

Bürokratie bleibt das größte Hindernis

Als zentrale Herausforderung nennen 63 Prozent der Startups die übermäßige Bürokratie. Besonders in Hinblick auf öffentliche Aufträge sehen viele Gründer Nachholbedarf. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont, dass ein konsequenter Bürokratieabbau dringend nötig sei, um jungen Unternehmen den Marktzugang zu erleichtern. Die Bundesregierung habe sich zwar die Staatsmodernisierung vorgenommen, konkrete Fortschritte blieben jedoch bislang aus.

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Kundengewinnung und Kapitalbedarf im Fokus

Neben der Bürokratie stellen Vertrieb und Kundengewinnung (61 Prozent) sowie Finanzierung und Kapitalbeschaffung (52 Prozent) die größten Herausforderungen dar. Viele Startups tun sich schwer, ihr Geschäftsmodell schnell zu skalieren und Investoren zu überzeugen. Für 39 Prozent ist zudem der Zugang zu öffentlichen Aufträgen problematisch, weitere 39 Prozent sehen das Wachstum und die Skalierung als Hürde.

Vielfältige weitere Belastungen

Auch regulatorische Unsicherheiten, etwa im Zusammenhang mit Datenschutz oder dem AI Act, beschäftigen Gründer: 34 Prozent sehen darin eine große Schwierigkeit. Hinzu kommen Probleme bei der Produktentwicklung (21 Prozent), der Fachkräftemangel (19 Prozent) sowie technologische Herausforderungen (16 Prozent). Fehlende Nachfrage (13 Prozent) und hoher Wettbewerbsdruck (11 Prozent) verschärfen die Lage zusätzlich. Trotz dieser Schwierigkeiten sieht Wintergerst Chancen: „Für ein gutes Drittel der Startups stehen die Zeichen klar auf Wachstum.“

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