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BDI warnt nach Stromnetz-Angriff: Politik unterschätzt Bedrohungslage

Strommasten vor einer Deutschland Flagge
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz kritisiert der BDI die unzureichende Sicherheitsstrategie der Politik. Der Verband fordert eine echte Partnerschaft mit Betreibern kritischer Infrastrukturen und warnt vor überhasteter Regulierung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach dem mutmaßlich gezielten Angriff auf das Berliner Stromnetz meldet sich Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), mit scharfer Kritik zu Wort. Seiner Einschätzung nach reagiert die Politik noch immer nicht ausreichend auf die wachsenden hybriden Gefahren für Kritische Infrastrukturen.

Sicherheit Kritischer Infrastrukturen unzureichend geregelt

„Hybride Bedrohungen und gezielte Angriffe auf zentrale Infrastrukturen wie Energieversorgung, Logistik und Kommunikation sind längst Realität“, so Lösch. Diese Angriffe gefährdeten nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes, sondern auch die staatliche Handlungsfähigkeit insgesamt. Der aktuelle Entwurf für das sogenannte KRITIS-Dachgesetz werde dieser Bedrohungslage nicht gerecht, kritisiert der BDI. Statt eines durchdachten Schutzkonzepts enthalte der Gesetzentwurf neue Regulierungen, die überhastet und ohne ausreichende Einbindung von Experten durchgesetzt werden sollen.

Eine bloße Verschärfung der Auflagen mache Kritische Infrastrukturen nicht resilienter – vielmehr sei eine tragfähige Sicherheitsarchitektur erforderlich, die sowohl digitale als auch physische Risiken integriert betrachtet.

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BDI fordert vertrauensvolle Partnerschaft mit Betreibern

Lösch fordert, dass die Sicherheitsstrategie auf einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Staat und den Betreibern Kritischer Infrastrukturen basieren müsse. Dazu gehörten klar definierte Zuständigkeiten, ein vertraulicher und kontinuierlicher Informationsaustausch sowie gemeinsame Investitionen in Redundanzen und Schutzmaßnahmen.

Zudem sieht der BDI die Transparenzpflichten kritisch. Diese sollten angesichts der Bedrohungslage auf mögliche unbeabsichtigte Nebenwirkungen geprüft werden. Denn Transparenz dürfe nicht dazu führen, dass potenzielle Angriffsflächen publik gemacht oder sensible Informationen für Angreifer zugänglich würden.

Der Angriff auf das Berliner Stromnetz ist für den BDI ein klares Warnsignal: Ohne eine umfassende und realitätsnahe Sicherheitsstrategie könnte die Verwundbarkeit zentraler Systeme weiter steigen.

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