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Konsolenmarkt: Nintendo zwingt Switch-Modder zu Millionenstrafe

Nintendo Switch mit Mario Kart
Foto: Pixabay

Key takeaways

Nach einer Auseinandersetzung mit Nintendo zahlt ein bekannter Modder 2 Millionen US-Dollar im Rahmen eines Vergleichs. Grund ist der Verkauf modifizierter Switch-Konsolen und piratisierter Spiele. Nintendo erwirkte zudem eine dauerhafte Unterlassungsverfügung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nintendo hat einen weiteren juristischen Erfolg gegen die Szene der Konsolenmodder erzielt. Im Mittelpunkt steht diesmal Ryan Daly, Gründer der Plattform „Modded Hardware“, der durch das Modifizieren und den Verkauf manipulierter Switch-Konsolen sowie sogenannter MIG Switches auffiel. Nach einem außergerichtlichen Vergleich wird Daly nun 2 Millionen US-Dollar (rund 1,87 Mio. Euro) an Nintendo zahlen.

Nicht genehmigtes Modding im Visier

Wie The Gamer resümiert, begann die Auseinandersetzung vor 18 Monaten, als Daly erstmals das Interesse von Nintendos Rechtsabteilung auf sich zog. Ihm wurde vorgeworfen, Switch-Konsolen mit piratisierter Software auszustatten und sogenannte MIG Switches anzubieten. Dabei handelt es sich um Speicherkarten, die wie normale Switch-Spiele funktionieren, aber Raubkopien enthalten. Diese lassen sich auf jeder Switch nutzen, auch auf unmodifizierten Geräten.

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Kooperation abgelehnt – Klage drohte

Laut Nintendo hatte Daly zunächst zugesagt, das Geschäft einzustellen. Doch laut Gerichtsunterlagen hielt er sich nicht an diese Zusage. Vier Monate später verschärfte Nintendo das Vorgehen. Daly verteidigte sich mit Berufung auf Fair-Use-Regelungen und angeblich ungültige Urheberrechte.

Vergleich vor Prozessbeginn

Bevor es zu einer Verhandlung kam, lenkte Daly ein: Im Rahmen des Vergleichs verpflichtet er sich zur Zahlung der Millionenstrafe und zur Einhaltung einer dauerhaften Unterlassungsverfügung. Diese verbietet ihm nicht nur den Verkauf modifizierter Hardware, sondern auch die Weitergabe seines Know-hows an Dritte.

Nintendo bleibt kompromisslos

Der Fall reiht sich ein in eine Serie konsequenter Maßnahmen des Unternehmens gegen Urheberrechtsverletzungen. Bereits in der Vergangenheit wurden prominente Fälle wie der von Gary Bowser bekannt, der nicht nur zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, sondern Nintendo zudem 10 Millionen US-Dollar (ca. 9,3 Mio. Euro) schuldet.

Nintendo verfolgt solche Fälle mit Nachdruck, um den Schwarzmarkt rund um seine Konsolen einzudämmen. Auch wenn Daly mit einer Geldstrafe davongekommen ist, unterstreicht der Fall einmal mehr: Wer an Nintendos Geschäftsmodell verdient, ohne die Regeln einzuhalten, muss mit harten Konsequenzen rechnen.

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