Klimawandel, Preisdruck und strukturelle Probleme stellen den globalen Kaffee- und Kakaoanbau vor massive Herausforderungen. Bei einer Dialogveranstaltung in Berlin rief Tchibo gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu einem grundlegenden Umdenken auf.
Kaffee und Kakao am Wendepunkt
Die Diskussion zeigte deutlich, wie stark die Zukunft zentraler Agrarrohstoffe unter Druck steht. Millionen Menschen weltweit sind wirtschaftlich vom Anbau abhängig, gleichzeitig bedrohen klimatische Veränderungen und volatile Märkte ihre Existenz. Ohne nachhaltige Perspektiven im Ursprung droht langfristig auch die Versorgungssicherheit.
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Direkte Verantwortung in der Lieferkette
Tchibo setzt mit seinem Programm „Coffee2Stay“ verstärkt auf direkte Maßnahmen in den Anbauregionen. Ziel ist es, bis 2027 den gesamten Rohkaffee verantwortungsvoll zu beziehen. Dabei investiert das Unternehmen in resilientere Anbaumethoden, höhere Produktivität und bessere Einkommensbedingungen für Produzenten, statt sich ausschließlich auf Zertifizierungen zu verlassen.
Wirkung statt reiner Zertifizierung
Ein zentrales Thema war die Rolle von Siegeln. Zwar haben Zertifizierungen Fortschritte ermöglicht, reichen jedoch aus Sicht vieler Akteure nicht aus, um strukturelle Probleme zu lösen. Entscheidend seien langfristige Partnerschaften und konkrete Investitionen vor Ort, die messbare Verbesserungen schaffen.
Einkommen als Schlüssel zur Transformation
Ein nachhaltiger Wandel setzt laut Experten voraus, dass Produzenten ein existenzsicherndes Einkommen erzielen können. Ohne wirtschaftliche Perspektiven bleiben Verbesserungen in Produktivität oder Qualität begrenzt wirksam. Die Verantwortung müsse daher stärker in den Einkaufspraktiken der Unternehmen verankert werden.
Politik und Verbraucher in der Verantwortung
Neben der Wirtschaft spielt auch die Politik eine zentrale Rolle. Verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen sollen faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und verantwortungsvolles Handeln fördern. Gleichzeitig bleibt Transparenz für Verbraucher entscheidend, um Vertrauen in nachhaltige Produkte zu stärken.
Die Veranstaltung machte deutlich: Die Zukunft von Kaffee und Kakao kann nur durch ein Zusammenspiel aller Akteure gesichert werden – von Unternehmen über Politik bis hin zu Konsumenten.


