ANZEIGE

ANZEIGE

Umfrage zu Tierwohl: Albert Schweitzer Stiftung nimmt Edeka erneut ins Kreuzfeuer

Wir lieben Lebensmittel Slogan von Edeka
Foto: Pixabay

Key takeaways

Nur 11,6 % der Deutschen vertrauen den Tierwohl-Versprechen der Supermärkte, so eine Civey-Umfrage im Auftrag der Albert Schweitzer Stiftung. Besonders Edeka steht in der Kritik: Nur 14,4 % der Befragten äußern Vertrauen. Aktivisten fordern konkrete Zusagen, während gesellschaftlicher Druck auf den Händler zunimmt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Eine neue Umfrage im Auftrag der Albert Schweitzer Stiftung zeigt, wie groß das Misstrauen der Verbraucher gegenüber den Tierwohl-Versprechen des Lebensmitteleinzelhandels ist. Befragt wurden 2.500 Menschen in Deutschland durch das Meinungsforschungsinstitut Civey. Die Ergebnisse sind repräsentativ und zeichnen ein deutlich kritisches Bild.

Deutliches Misstrauen gegenüber Supermärkten

Nur 1,9 % der Befragten gaben an, den Supermärkten beim Thema Tierwohl „auf jeden Fall“ zu vertrauen, weitere 9,7 % äußerten „eher“ Vertrauen. Dem steht eine Mehrheit von 61,5 % gegenüber, die wenig oder gar kein Vertrauen haben. 26,9 % sind unentschlossen. Damit vertrauen insgesamt nur 11,6 % den Versprechen des Handels.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Edeka schneidet besonders schwach ab

Auch Marktführer Edeka konnte nicht überzeugen: Lediglich 14,4 % der Befragten zeigen Vertrauen in dessen Tierwohl-Versprechen, 46,4 % sind unentschieden und 39,2 % misstrauen dem Händler klar. Dabei steht Edeka seit Längerem im Fokus von Kritikern wie Greenpeace und der Albert Schweitzer Stiftung, die Missstände in den Lieferketten des Unternehmens anprangern.

Zunehmender gesellschaftlicher Druck

Parallel zur Umfrage haben mehr als 68.000 Menschen einen Appell gegen Edekas Umgang mit Masthühnern unterschrieben. Sie fordern, dass der Händler sich von den niedrigsten Haltungsformen verabschiedet und sich klar zu höheren Standards bekennt. Irina Fronescu von der Albert Schweitzer Stiftung betont, dass die Verbraucher die Werbekampagnen von Edeka durchschauen: „Das ist eine klare Rüge an den Händler.“

Verantwortung des Marktführers

Kritiker wie die Albert Schweizer Stiftung werfen Edeka vor, seine Marktmacht nicht zu nutzen, um Verbesserungen beim Tierschutz voranzutreiben. Während andere Handelsketten bereits konkrete Maßnahmen ergriffen haben, verweigere Edeka laut der Stiftung verbindliche Zusagen und verweise auf Politik, Betriebe und Konsumenten. Dabei besitzt das Unternehmen 15 eigene Fleischwerke und produziert jährlich über eine halbe Million Tonnen Fleisch. Mit diesem Einfluss könnte Edeka maßgeblich die Umstellung auf höhere Haltungsformen unterstützen.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored