Uber macht ernst mit seiner Vision vom autonomen Fahren: Noch ab diesem Jahr sollen Robotaxis in München, London, Madrid, Hongkong und mehreren US-Städten auf die Straßen kommen. Mit dieser Expansion verfolgt das Unternehmen das selbsternannte Ziel, bis 2029 führender Anbieter autonomer Fahrdienste weltweit zu werden.
Starke Zahlen, große Ambitionen
Der Ankündigung der neuen AV-Dienste fällt mit einem sehr soliden Jahresabschluss zusammen. Im vierten Quartal 2025 erzielte Uber einen Umsatz von 14,4 Mrd. US-Dollar (rund 13,3 Mrd. Euro), was einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis erreichte mit 1,8 Mrd. US-Dollar (ca. 1,7 Mrd. Euro) einen Rekordwert. Auch das bereinigte EBITDA kletterte um 35 Prozent auf 2,5 Mrd. US-Dollar (2,3 Mrd. Euro). Das Unternehmen zählte im Quartal mehr als 200 Millionen monatlich aktive Nutzer, die täglich über 40 Millionen Fahrten absolvierten.
Finanzchef Prashanth Mahendra-Rajah sprach von einem „einmaligen Unternehmen mit enormem Potenzial“, das mit einem freien Cashflow von 10 Mrd. US-Dollar (9,3 Mrd. Euro) operiere. Die Nachfolge als CFO tritt Balaji Krishnamurthy an, der ebenfalls betonte, dass Uber gezielt in Wachstumsfelder wie autonomes Fahren investieren werde.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Europa-Start mit Technologiepartnern
Schon heute testet Uber autonome Fahrzeuge in Abu Dhabi, Dubai, Riyadh sowie in Atlanta, Austin und Dallas. Die besonders starken Zuwächse in Austin und Atlanta gelten als positives Signal für die neuen Märkte. In Europa und Asien wird Uber auf bereits benannte Technologiepartner setzen. Für München steht der Partner Momenta bereit, was Uber bereits im Oktober 2025 offiziell angekündigt hatte. Details zu den Partnerschaften in anderen europäischen Städten nannte das Unternehmen laut Berichten von Bloomberg noch nicht.
CEO Dara Khosrowshahi erklärte, autonome Fahrzeuge eröffneten ein „multitrillionenschweres“ Marktpotenzial. Das Unternehmen wolle zum weltweit größten Anbieter von AV-Fahrten werden.


