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Ifo-Institut: Existenzsorgen im Einzelhandel nehmen zu

Rolltreppen in einem Einkaufszentrum
Foto: Anja / Pixabay

Key takeaways

Der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die ihre wirtschaftliche Existenz bedroht sehen, steigt. Besonders im Einzelhandel und Dienstleistungssektor wächst die Sorge vor Insolvenz. Hauptursachen sind Auftragsmangel, hohe Kosten und Bürokratie, wie aktuelle Zahlen des ifo-Instituts zeigen.

Lesezeit ca. 1 Minute

Der Anteil deutscher Unternehmen, die sich in ihrer wirtschaftlichen Existenz akut bedroht sehen, ist im Oktober 2025 auf 8,1 Prozent gestiegen. Noch ein Jahr zuvor lag der Wert laut ifo-Institut bei 7,3 Prozent. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte damit laut Klaus Wohlrabe, dem Leiter der ifo-Umfragen, weiterhin hoch bleiben. Hauptursachen seien fehlende Aufträge, eine schwächelnde Nachfrage sowie zunehmender internationaler Wettbewerb.

Branchenübergreifende Ursachen und Konsequenzen

Firmen aller Branchen nennen den Auftragsmangel als größte Gefahr. Dieser führt nicht nur zu sinkenden Umsätzen, sondern verursacht massive Liquiditätsengpässe. Hinzu kommen steigende Betriebskosten und Löhne, die wirtschaftlichen Spielraum verringern. Ein weiteres Hindernis: die aus Sicht vieler Unternehmen überbordende Bürokratie.

Die betroffenen Unternehmen sehen sich häufig nicht in der Lage, ihre laufenden Kosten zu decken oder notwendige Investitionen zu tätigen. Besonders kleine und mittlere Betriebe trifft dies hart, da sie seltener über finanzielle Rücklagen verfügen. Der zunehmende internationale Wettbewerb verschärft die Lage zusätzlich.

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Einzelhandel besonders stark betroffen

Die wirtschaftliche Lage zeigt sich im Einzelhandel besonders angespannt: 15 Prozent der Unternehmen sprechen von tiefgreifenden Problemen – im Vorjahr waren es noch 13,8 Prozent. Auch unter Dienstleistern nimmt der Druck zu. 7,6 Prozent sehen ihre Existenz bedroht, im Vergleich zu 5,8 Prozent im Oktober 2024.

In der Industrie ist die Lage hingegen etwas stabiler: Hier ist der Anteil bedrohter Unternehmen leicht von 8,6 auf 8,1 Prozent gesunken. Auch im Bauhauptgewerbe zeigt sich eine leichte Verbesserung – von 7,9 auf nun 6,3 Prozent. Doch trotz vereinzelter Entspannung bleibt die wirtschaftliche Gesamtsituation angespannt.

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