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US-Zölle setzen China-Dropshipping-Geschäftsmodell unter Druck

Flaggen der USA und China und Dollarscheine
Foto: Karolina Grabowska / Pexels

Key takeaways

Dropshipping-Unternehmen geraten durch drastisch erhöhte US-Zölle auf chinesische Produkte massiv unter Druck. Der Wegfall der De-minimis-Regel, verschärfte Grenzkontrollen und steigende Kosten lassen Margen schrumpfen. Viele Anbieter verlagern ihren Fokus auf Europa oder suchen alternative Lieferländer.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die drastische Erhöhung der US-Zölle auf chinesische Importe auf bis zu 145 Prozent bringt insbesondere das Dropshipping-Modell in Bedrängnis. Dabei verkaufen Händler Produkte, die direkt von Lieferanten – meist aus China – an Kunden in den USA geschickt werden. Ohne eigenes Lager war dieses Modell besonders für kleinere Unternehmer attraktiv. Doch die neuen Handelsbarrieren verändern die Spielregeln.

Viele Dropshipper berichten laut CBNC von massiven Umsatzeinbrüchen. Ein zusätzliches Problem sind verschärfte Grenzkontrollen: Pakete werden zunehmend inspiziert und verzögern sich, was zu Rückforderungen unzufriedener Kunden führt.

Wegfall der De-minimis-Regel trifft hart

Besonders folgenreich ist das Ende der sogenannten De-minimis-Regel, die bislang Einfuhren unter einem Wert von 800 US-Dollar zollfrei ermöglichte. Ab dem 2. Mai 2025 entfällt diese Ausnahme für Waren aus China und Hongkong. Stattdessen werden Gebühren von 30 Prozent des Warenwerts oder mindestens 25 US-Dollar pro Artikel (ab Juni 50 US-Dollar) fällig. Noch im Jahr 2024 kamen rund 90 Prozent aller Pakete in die USA unter dieser Regelung ins Land.

Die Folgen: Lieferverzögerungen, höhere Preise für Kunden und sinkende Margen für Händler. Viele kleine Anbieter auf Plattformen wie Amazon oder Shopify stehen damit vor existenziellen Herausforderungen.

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Perspektiven: Diversifikation als Schlüssel

Branchenexperten sehen das Geschäftsmodell vieler Dropshipper für die USA als stark gefährdet. Vor allem Anbieter mit Fokus auf kleine China-US-Sendungen drohen ganz vom Markt zu verschwinden. Die Lösung sehen viele in der Diversifikation: alternative Lieferländer und neue Absatzmärkte, vor allem in Europa, gewinnen an Bedeutung. Doch angesichts täglich wechselnder Rahmenbedingungen bleibt die Lage volatil.

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