Walmart, weltweit größter Einzelhändler, hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2026 einen Umsatzanstieg von 4,8 Prozent auf 177,4 Milliarden Dollar (rund 162 Milliarden Euro) erzielt. Bereinigt um Wechselkurseffekte entspricht dies einem Plus von 5,6 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Onlinegeschäft, das weltweit um 25 Prozent zulegte. Auch das Werbegeschäft trug mit einem Wachstum von 46 Prozent spürbar zum Ergebnis bei.
Entwicklung in den Segmenten
In den USA stiegen die vergleichbaren Umsätze ohne Treibstoff um 4,6 Prozent. Das Wachstum basierte vor allem auf Lebensmitteln, Gesundheitsprodukten und einer beschleunigten Nachfrage nach E-Commerce-Angeboten. Der Onlinehandel wuchs dort um 26 Prozent, wobei die Auslieferung direkt aus Filialen ein Treiber war. Das Werbegeschäft Walmart Connect legte um 31 Prozent zu. Das operative Ergebnis in den USA erhöhte sich leicht um 2 Prozent.
Das internationale Geschäft profitierte insbesondere von China, Mexiko und Indien. In lokaler Währung legten die Umsätze um 10,5 Prozent zu. Allerdings drückten Wechselkurse den ausgewiesenen Zuwachs auf 5,5 Prozent. Auch hier war das Onlinegeschäft mit einem Plus von 22 Prozent ein Wachstumstreiber. Das operative Ergebnis sank aufgrund von Investitionen in strategische Märkte.
Sam’s Club in den USA verzeichnete ein Umsatzplus von 3,4 Prozent beziehungsweise 6,0 Prozent ohne Treibstoff. Das E-Commerce-Geschäft stieg um 26 Prozent, die Mitgliederbasis wuchs weiter. Allerdings belasteten Restrukturierungskosten die Profitabilität: Das operative Ergebnis sank um knapp 16 Prozent.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Finanzen und Ausblick
Walmart meldete eine Bruttomarge von 24,5 Prozent, leicht über Vorjahr. Der operative Gewinn sank infolge von Rückstellungen für Rechtsfälle und höheren Haftpflichtkosten um 8,2 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar (rund 6,7 Milliarden Euro). Bereinigt blieb das operative Ergebnis nahezu stabil. Der ausgewiesene Gewinn pro Aktie betrug 0,88 Dollar (0,80 Euro), der bereinigte Wert 0,68 Dollar (0,62 Euro).
Die Liquiditätslage zeigt einen Anstieg des freien Cashflows auf 6,9 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro). Zudem hat Walmart im laufenden Geschäftsjahr bereits Aktien im Wert von 6,2 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro) zurückgekauft.
Für das dritte Quartal erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum von 3,75 bis 4,75 Prozent und einen Anstieg des operativen Gewinns um 3 bis 6 Prozent – jeweils bereinigt um Wechselkurseffekte. Für das Gesamtjahr 2026 hebt Walmart seine Prognose für den Gewinn je Aktie auf 2,52 bis 2,62 Dollar (2,30 bis 2,39 Euro) an.
CEO Doug McMillon betonte, dass digitale Angebote, KI-gestützte Kundenerlebnisse und die konsequente Umsetzung der Omnichannel-Strategie die Wachstumsdynamik stützen.


