ANZEIGE

ANZEIGE

Wero zündet nächste Stufe: QR-Code dieses Jahr, NFC im Handel ab 2027

Logo des neuen Zahlungsdienst Wero auf einem Smartphone
Foto: https://wero-wallet.eu

Key takeaways

Mit neuen Funktionen baut Wero seine Rolle im Payment-Markt aus. Abos und QR-Code-Zahlungen sollen bald starten, NFC folgt ab 2027 – der europäische Zahlungsdienst plant große Schritt hin zu einer Omnichannel-Lösung im Wettbewerb mit globalen Anbietern.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Die europäische PayPal-Alternative Wero erweitert ihr Leistungsspektrum und nimmt mit QR-Code- sowie NFC-Zahlungen den stationären Handel ins Visier. Ziel ist ein paneuropäisches Zahlverfahren, das Online- und Offline-Welt miteinander verbindet.

Vom P2P-Dienst zur E-Commerce-Option

Die European Payments Initiative (EPI) beschleunigt den Ausbau ihres Bezahldienstes. Was ursprünglich als Lösung für schnelle Geldtransfers zwischen Privatpersonen startete, soll sich nun nach ersten Handelspartnern zu einer vollwertigen Alternative im E-Commerce und perspektivisch auch im stationären Handel entwickeln. Wie Chris Scheuermann von EPI in einem Interview mit dem Bank-Verlag ankündigt, stehen auf Abonnements und QR-Code-Zahlungen noch in diesem Jahr und ab 2027 auch kontaktlose NFC-Transaktionen auf der Roadmap.

Wero ist das operative Produkt der EPI, einem Zusammenschluss großer europäischer Banken mit dem Ziel, eine eigenständige Zahlungsinfrastruktur aufzubauen. Damit reagiert die Branche auf die starke Marktstellung internationaler Anbieter wie PayPal, Visa und Mastercard.

Zum Start lag der Fokus auf Peer-to-Peer-Überweisungen in Echtzeit. In mehreren europäischen Ländern – darunter Deutschland, Frankreich und Belgien – wurde der Dienst schrittweise eingeführt und in Banking-Apps integriert. Die Nutzerbasis wächst, doch die Alltagsnutzung bleibt bislang hinter etablierten Wettbewerbern wie PayPal zurück. Genau hier setzt die nächste Entwicklungsphase an.

Noch im Laufe dieses Jahres sollen wiederkehrende Zahlungen und Abonnements möglich werden. Dieser Schritt ist strategisch relevant, da regelmäßige Transaktionen die Kundenbindung erhöhen und planbare Zahlungsströme schaffen.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

QR-Code im Handel, NFC als nächster Schritt

Parallel dazu treibt die EPI die Expansion in den stationären Handel voran. Zunächst sollen QR-Code-Zahlungen ermöglicht werden, etwa in Restaurants oder Cafés. Diese Lösung gilt als vergleichsweise schnell implementierbar, da keine umfassende Hardware-Umrüstung erforderlich ist und bestehende Kassensysteme vielfach weiter genutzt werden können.

Der entscheidende Meilenstein folgt jedoch später: Kontaktlose NFC-Zahlungen sind für 2027 vorgesehen. Damit würde Wero technologisch zu gängigen Wallet-Lösungen aufschließen und sich direkt mit Angeboten wie Apple Pay oder Google Pay messen.

NFC gilt als Schlüsseltechnologie für den Massenmarkt. Verbraucher haben sich an das schnelle „Tap-to-Pay“-Prinzip gewöhnt. Ohne diese Funktion bliebe Wero langfristig auf Online- und Nischenanwendungen beschränkt. Mit NFC könnte sich der Dienst hingegen zu einer echten Omnichannel-Lösung entwickeln – vom Online-Shop über Abomodelle bis zur Ladenkasse.

Europas Antwort auf globale Payment-Anbieter

Die Ambition der EPI geht über einzelne Produktfeatures hinaus. Hinter Wero steht der politische und wirtschaftliche Wille, die Abhängigkeit Europas von außereuropäischen Zahlungsanbietern zu reduzieren. Ein eigenes, bankennahes Verfahren soll Wertschöpfung, Datenhoheit und regulatorische Kontrolle stärker in Europa halten.

Für den Handel eröffnet sich damit perspektivisch eine zusätzliche Option im Payment-Mix. Entscheidend wird jedoch sein, ob es gelingt, sowohl ausreichend Händler als auch Verbraucher zu überzeugen. Zahlungsgewohnheiten verändern sich erfahrungsgemäß nur langsam – insbesondere in einem bereits stark besetzten Markt.

Nutzerbasis wächst, Nutzung muss folgen

Zwar steigt die Zahl der registrierten Nutzer kontinuierlich, doch die tatsächliche Transaktionsfrequenz gilt weiterhin als ausbaufähig. Der Ausbau in Richtung E-Commerce und stationärer Handel ist daher weniger optional als vielmehr strategisch notwendig.

Mit der Einführung von Abonnements, QR-Code-Zahlungen und der geplanten NFC-Funktion verfolgt Wero eine klare Wachstumslogik: mehr Anwendungsfälle, höhere Sichtbarkeit und eine stärkere Integration in den Alltag. Ob daraus ein paneuropäischer Payment-Standard entsteht, hängt maßgeblich von Umsetzungsgeschwindigkeit und Akzeptanz bei Händlern und Konsumenten ab.

Fest steht: Mit der geplanten NFC-Integration ab 2027 tritt Wero in die nächste Wettbewerbsphase ein – mit dem Anspruch, sich vom Nischenprojekt zur strukturellen Alternative im europäischen Zahlungsverkehr zu entwickeln.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored