ANZEIGE

ANZEIGE

Bitkom: Cyberangriffe aus Russland und China nehmen zu

Security Schriftzug vor einem Mouse-Cursor
Foto: Pixabay

Key takeaways

Cyberangriffe verursachen deutschen Unternehmen einen Rekordschaden von 289 Milliarden Euro. Besonders häufig stammen die Attacken aus Russland und China. Die Bedrohung wächst, ebenso wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz durch Angreifer. Behörden und Wirtschaft arbeiten zunehmend besser zusammen – doch viele Unternehmen fühlen sich überfordert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Bedrohungslage für deutsche Unternehmen durch digitale und analoge Angriffe hat sich weiter verschärft. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie wurden 87 Prozent der befragten Firmen in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage – ein Anstieg gegenüber 81 Prozent im Vorjahr. Der dadurch entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf 289,2 Milliarden Euro. Besonders alarmierend: Immer häufiger führen Spuren der Angriffe nach Russland und China. Beide Länder werden von jeweils 46 Prozent der betroffenen Unternehmen als Herkunftsland mindestens eines Angriffs genannt.

Ausländische Nachrichtendienste im Fokus

28 Prozent der befragten Unternehmen konnten mindestens einen Angriff einem ausländischen Geheimdienst zuordnen – eine deutliche Zunahme im Vergleich zu 20 Prozent im Vorjahr. Parallel dazu wurde eine verbesserte Kooperation zwischen Wirtschaft und Behörden festgestellt. 35 Prozent der Unternehmen, die Täter ermitteln konnten, wurden von staatlichen Stellen unterstützt. Dieser Anteil lag 2024 noch bei 24 Prozent.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Bedrohung ist allgegenwärtig

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen sieht sich durch digitale und analoge Angriffe gefährdet. 72 Prozent sprechen von einer großen, 17 Prozent von einer eher geringen Bedrohung. Nur 10 Prozent fühlen sich kaum oder gar nicht betroffen. Neben digitalen Angriffen bleibt auch die analoge Spionage relevant: 54 Prozent berichten von gestohlenen Geräten, bei 41 Prozent wurden physische Dokumente entwendet.

Cyberattacken dominieren das Schadensbild

Cyberangriffe verursachen inzwischen 70 Prozent des Gesamtschadens – rund 202 Milliarden Euro. 73 Prozent der Unternehmen waren von digitaler Sabotage betroffen oder vermuten dies. Besonders häufig wurden Kommunikationsdaten, Kundeninformationen und Finanzdaten entwendet. Angriffe auf Passwörter, geistiges Eigentum und personenbezogene Daten vervollständigen das Bild einer breitgefächerten Bedrohungslage.

Ransomware-Angriffe auf dem Vormarsch

34 Prozent der Unternehmen wurden Opfer von Ransomware – 2022 waren es noch 12 Prozent. Ein Drittel der Betroffenen zahlte Lösegeld. Davon überwies rund die Hälfte Summen von über 100.000 Euro. Die Bitkom warnt ausdrücklich vor diesen Zahlungen, da sie weitere Angriffe befeuern.

Neue Bedrohungen durch KI

Ob Deepfakes, Phishing-Mails oder Robo Calls – Künstliche Intelligenz wird zunehmend zur Waffe von Angreifern. Zwei Drittel der Unternehmen berichten von Angriffen, bei denen mutmaßlich KI im Spiel war. 23 Prozent sahen sich bereits mit täuschend echten Robo Calls konfrontiert, 11 Prozent mit Deepfakes – häufig ohne unmittelbaren Schaden, aber mit großem Risiko.

IT-Budgets steigen, reichen aber oft nicht

Der Anteil der IT-Sicherheit am IT-Budget beträgt nun durchschnittlich 18 Prozent – doppelt so viel wie noch 2022. Doch nur 41 Prozent der Unternehmen investieren mindestens 20 Prozent ihres IT-Budgets in Sicherheitsmaßnahmen. Zwei Drittel der Firmen empfinden sich zudem als zu abhängig von US-Anbietern und fordern politische Unterstützung für deutsche Cybersecurity-Lösungen.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored