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Wachstumsprognose: ifo Institut rechnet nur mit 0,8 % Anstieg in 2026

Symbolik zu Wirtschaft und Konsumklima
Foto: Tima Miroshnichenko / Pexels

Key takeaways

Das ifo Institut senkt seine Wachstumsprognose für 2026 auf 0,8 % und warnt vor strukturellen Schwächen der deutschen Wirtschaft. Belastungen durch Bürokratie, Zölle und eine schwache Industrie dämpfen die Dynamik. Staatliche Investitionen wirken zu langsam, das Produktionspotenzial sinkt spürbar.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Wirtschaft steckt weiterhin in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der sich zunehmend in schwachen Wachstumszahlen niederschlägt. Das ifo Institut hat seine Prognose für 2026 deutlich gesenkt und rechnet nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8 %. Bereits für das laufende Jahr wird lediglich ein Plus von 0,1 % erwartet.

Hohe Unsicherheiten und strukturelle Hürden

Die Experten des ifo Instituts sehen zahlreiche Belastungsfaktoren: Innovationsprozesse verlaufen schleppend, neue Geschäftsmodelle setzen sich nur zögerlich durch. Gleichzeitig erschweren eine veraltete Infrastruktur und umfangreiche Bürokratie insbesondere Start-ups und kleinen Unternehmen den Markteintritt. Hinzu kommt die weiterhin spürbare Belastung durch die US-Zollpolitik. Laut Prognose wird das deutsche Wachstum 2025 dadurch um 0,3 Prozentpunkte und 2026 sogar um 0,6 Prozentpunkte gebremst.

Im Vergleich zur vorherigen Prognose vom Herbst reduziert das ifo Institut die Erwartungen für 2025 um 0,1 und für 2026 sowie 2027 jeweils um 0,5 Prozentpunkte. Die Weltwirtschaft zeigt sich mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,5 % zwischen 2025 und 2027 stabil, doch Deutschland profitiert davon kaum. Die Industrie verliert weiter an Wettbewerbsfähigkeit.

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Investitionen greifen nur langsam

Zwar sieht das ifo Institut positive Effekte durch staatliche Investitionen aus Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung sowie durch steuerliche Entlastungen. Doch diese Maßnahmen wirken nur zeitverzögert. Für 2026 wird ein Wachstumseffekt von lediglich 0,3 Prozentpunkten erwartet, 2027 sollen es 0,7 Punkte sein. Eine nachhaltige Verbesserung der Produktionskapazitäten bleibt aus.

Besonders alarmierend ist die Senkung des geschätzten Produktionspotenzials: Für 2027 liegt dieses nun 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert der Herbstprognose. Die Ursachen sieht das Institut in sinkendem Arbeitskräftepotenzial, zurückgehenden Investitionen und stagnierender Produktivität. ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser fordert deshalb tiefgreifende strukturelle Reformen. Dazu zählen etwa Anreize zur Ausweitung der Arbeitszeit, eine höhere Erwerbsbeteiligung und eine umfassende Digitalisierung des Staatswesens.

Arbeitsmarkt unter Druck, Inflation bleibt erhöht

Die Zahl der Arbeitslosen soll laut Prognose 2025 um 161.000 Personen steigen, was einer Quote von 6,3 % entspricht. Für 2026 wird mit einer Stagnation gerechnet, 2027 soll die Quote leicht auf 5,9 % sinken. Die Inflation bleibt mit Werten leicht über der 2-Prozent-Marke beständig (2025 und 2026: 2,2 %, 2027: 2,3 %). Während die Energiepreise weiter nachgeben, halten steigende Löhne und Dienstleistungspreise die Kerninflation auf einem erhöhten Niveau.

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