YouTube hat seine 2024 vorgestellte Funktion „Hype“ nun weltweit verfügbar gemacht. Sie richtet sich laut YouTube an Creator mit weniger als 500.000 Abonnenten und ermöglicht es Zuschauern, bis zu drei Videos pro Woche zu unterstützen. Durch diese „Hypes“ erhalten Videos Punkte, die ihren Platz auf einer neuen Rangliste im Explore-Bereich beeinflussen.
Neue Sichtbarkeit für kleine Kanäle
Die Plattform reagiert damit auf das Bedürfnis vieler Fans, aktiv zum Erfolg ihrer Lieblings-Creator beizutragen. Das Hype-System bevorzugt bewusst kleinere Kanäle, indem es diesen für jeden erhaltenen Hype zusätzliche Punkte gewährt. Je weniger Abonnenten ein Kanal hat, desto größer fällt der Bonus aus.
Die neue Funktion ist inzwischen in 39 Ländern verfügbar, darunter die USA, Deutschland, Großbritannien, Japan, Korea, Indonesien und Indien. Videos, die durch Fans gehypt wurden, erhalten ein sichtbares „Hyped“-Abzeichen. Auch die Startseite lässt sich entsprechend filtern, sodass nur gehypte Inhalte angezeigt werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Fan-Abzeichen und neue Ranglisten
Wer regelmäßig Videos hyped, wird mit einem monatlichen „Hype-Star“-Badge belohnt. Zudem plant YouTube, bald spezifische Leaderboards nach Interessensgebieten wie Gaming oder Mode einzuführen. Auch eine einfache Möglichkeit, das eigene Hype-Verhalten zu teilen, ist in Arbeit.
YouTube verfolgt mit dem Ausbau des Systems nicht nur ein Community-Ziel, sondern auch wirtschaftliche Interessen: In Brasilien und der Türkei testet die Plattform derzeit ein Modell für kostenpflichtige Hypes. Damit könnten Nutzer künftig zusätzliche Hype-Vorgänge kaufen, um ihre Lieblingsvideos gezielt zu pushen.
Transparenz für Creator
Creator können in der YouTube-Studio-App nachvollziehen, wie viele Hypes und Punkte ihre Videos gesammelt haben. Eine eigene Hype-Karte sowie ein Rückblick im wöchentlichen Analytics-Bericht liefern weitere Einsichten.
YouTube sieht in „Hype“ ein Werkzeug, das es engagierten Fans ermöglicht, die Sichtbarkeit aufstrebender Kanäle gezielt zu verbessern – und das Potenzial bietet, neue Creator-Karrieren zu fördern.


