Zara setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um Bilder von echten Models digital in verschiedenen Outfits darzustellen. Ziel ist es, den Produktionsprozess effizienter zu gestalten – ein Schritt, der den aktuellen Wandel in der Modefotografie widerspiegelt.
Nachdem bereits H&M und Zalando mit ähnlichen Lösungen experimentieren, schließt sich nun auch Zara diesem Trend an. Der Mutterkonzern Inditex betont dabei, dass KI lediglich eine Ergänzung zu bestehenden Prozessen sei. Die Zusammenarbeit mit Models bleibe bestehen und werde auf Augenhöhe gestaltet. So würden etwa Bildbearbeitungen nur mit Zustimmung erfolgen und die Honorare blieben auf dem Niveau klassischer Shootings.
Effizienz durch KI – aber keine Abschaffung klassischer Fotografie
Wie CityAM berichtet, zielt die Integration laut Unternehmen auf höhere Effizienz ab, nicht auf das Ersetzen kreativer Teams oder Fotografen. Auch H&M und Zalando haben betont, dass die neue Technologie nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung gedacht sei.
Inditex-Chefin Marta Ortega, Tochter des Zara-Gründers Amancio Ortega, gilt als leidenschaftliche Unterstützerin der Modefotografie. Ihre Stiftung MOP in A Coruna – dem Gründungsort Zaras – zeigt regelmäßig Werke namhafter Fotografen wie Annie Leibovitz oder Steven Meisel, mit dem Zara eng zusammenarbeitet.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Strategiewechsel: Weniger Stores, mehr Exklusivität
Ortega verfolgt zudem eine Strategie der Premiumisierung: Die Zahl der Filialen wird reduziert, stattdessen setzt Zara auf größere, hochwertigere Flagship-Stores mit einem eleganteren Ambiente. Der Einsatz von KI soll diesen Weg unterstützen – mit digitaler Effizienz bei gleichzeitigem Fokus auf Stil und Exklusivität.


