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Studie zeigt Schwächen und Stärken von Führungskräften in Europa

Zwei Maenner vor einem Laptop
Foto: Cottonbro Studio / Pexels

Key takeaways

Eine internationale Umfrage zeigt: Deutschlands Beschäftigte sind mit ihren Vorgesetzten durchschnittlich zufrieden. Vertrauen gilt als wichtigste Stärke, während Kommunikation und Wertschätzung häufig kritisiert werden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Zufriedenheit von Beschäftigten mit ihren direkten Vorgesetzten bewegt sich in Deutschland auf einem soliden Mittelfeldniveau. Eine aktuelle internationale Umfrage von Galaxus zeigt, dass viele Arbeitnehmer zwar Kritik an Führungskräften äußern, insgesamt jedoch ein stabiles Verhältnis besteht. Besonders Vertrauen spielt dabei eine zentrale Rolle, während Defizite vor allem in der Kommunikation wahrgenommen werden.

Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld

Im Ländervergleich positioniert sich Deutschland weder an der Spitze noch am Ende der Zufriedenheitsskala. Während die Schweiz mit besonders hohen Zustimmungswerten heraussticht, zeigt sich in Deutschland ein ausgewogenes Bild. Die Bewertungen der Beschäftigten liegen insgesamt im soliden Bereich, ohne extreme Ausschläge nach oben oder unten. Auffällig ist zudem, dass sich die Einschätzungen kaum zwischen verschiedenen Altersgruppen oder Geschlechtern unterscheiden.

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Kommunikation und Wertschätzung als zentrale Kritikpunkte

Die häufigsten Kritikpunkte betreffen die Kommunikation durch Führungskräfte. Ein signifikanter Anteil der Befragten bemängelt unzureichende oder unklare Kommunikation im Arbeitsalltag. Darüber hinaus wird fehlende Wertschätzung häufig genannt, insbesondere in Deutschland und Frankreich. Diese Faktoren beeinflussen die Wahrnehmung von Führung maßgeblich und gelten als entscheidende Hebel für Verbesserungen.

Gleichzeitig zeigt sich, dass ein relevanter Teil der Beschäftigten keinerlei Kritik äußert. Rund ein Drittel der Arbeitnehmer in der DACH-Region gibt an, mit der eigenen Führungskraft zufrieden zu sein und keine wesentlichen Beanstandungen zu haben.

Unzufriedenheit führt selten zu Kündigungen

Trotz vorhandener Kritik bleibt die Wechselbereitschaft vergleichsweise gering. Nur eine Minderheit der Beschäftigten entscheidet sich aufgrund von Unzufriedenheit mit der Führungskraft für einen Jobwechsel. In Deutschland liegt dieser Anteil bei rund 16 Prozent. Für die Mehrheit spielt die Beziehung zur Führungskraft zwar eine Rolle, ist jedoch selten allein ausschlaggebend für eine Kündigung.

Auch im internationalen Vergleich bestätigt sich dieses Bild: Selbst in Ländern mit geringerer Zufriedenheit ist die Kündigungsquote aufgrund von Führungsverhalten nicht signifikant höher. Dies deutet darauf hin, dass andere Faktoren bei der Jobentscheidung häufig stärker gewichtet werden.

Vertrauen als wichtigster Erfolgsfaktor moderner Führung

Zu den am häufigsten genannten positiven Eigenschaften zählt das Vertrauen, das Führungskräfte ihren Mitarbeitenden entgegenbringen. Dieses wird in mehreren Ländern als wichtigste Stärke hervorgehoben. Ergänzend werden auch gute Kommunikation und fachliche Kompetenz geschätzt, wobei deren Bedeutung je nach Land variiert.

Darüber hinaus spielt Wertschätzung eine zentrale Rolle für die Zufriedenheit. Insbesondere in Ländern mit hohen Zufriedenheitswerten wird diese deutlich häufiger wahrgenommen. Insgesamt zeigt sich, dass erfolgreiche Führung vor allem auf zwischenmenschlichen Faktoren basiert, die über reine Fachkompetenz hinausgehen.

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