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BEITRAG

Aufwärtstrend in deutschen Innenstädten: Frequenzen 2023 legen zu

Die Einkaufsmeile Hohe Strasse in Köln
Foto: Köln Tourismus

Die Passantenfrequenzen in deutschen Innenstädten haben sich im Laufe des Jahres 2023 weiter stabilisiert, was auf gewisse Resilienz der Innenstädte trotz verschiedener Herausforderungen hinweist. Laut der Jahresbilanz von hystreet.com stiegen die Frequenzen bundesweit um etwa 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der hystreet-Index hyX, ein Barometer für die Passantenfrequenzen, verzeichnete einen Anstieg um 1,7 Punkte auf 101,7 und erreichte im Dezember einen Höchststand von 126,8, was die Attraktivität der Innenstädte, besonders während des Weihnachtsgeschäfts, unterstreicht. Die Daten wurden mittels Laserscannern an 288 Standorten in 105 Städten erfasst, was eine Genauigkeit von 99 Prozent gewährleistet.

Besondere Zuwächse erlebten Standorte wie die Hohe Straße in Köln, die Grimmaische Straße in Leipzig und die Neuhauser Straße in München, mit Steigerungen von bis zu 15 Prozent. Auffällig ist dabei, dass diese Steigerungen die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und die hohe Inflation überwinden.

„Die insgesamt positive Entwicklung der Frequenzdaten zeigt, dass sich das wirtschaftlich schwierige Umfeld bislang nicht wesentlich auf die Besucherzahlen in den Innenstädten durchschlägt, sondern nur für eher leichte Schwankungen sorgt“, analysiert die Geschäftsführung der hystreet.com GmbH. Dies macht deutlich, dass die Innenstädte von den Menschen weiterhin als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens geschätzt werden, vor allem dann, wenn sie mit Events wie Städtefesten oder verkaufsoffenen Sonntagen attraktiv „bespielt“ werden.

Die Veränderungen in den Passantenfrequenzen über das Jahr 2023 hinweg zeigten eine klare Übereinstimmung mit Faktoren wie der Verbraucherstimmung, die von Institutionen wie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und dem Handelsverband Deutschland (HDE) erfasst wird, sowie den vorherrschenden Wetterbedingungen. Die positive Entwicklung der Verbraucherstimmung im Dezember 2023, wie vom HDE berichtet, fand ihren Niederschlag in erhöhten Passantenzahlen. Gleichzeitig wirkte sich das beständig schlechte Wetter im Spätherbst negativ auf die Frequenzen aus, was zu einer Reduzierung der Passantenzahlen in diesem Zeitraum führte.

Die zukünftige Entwicklung der Frequenzen wird maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängen. Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich die Innenstädte in diesem sich ständig wandelnden Umfeld weiterhin behaupten können.

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