Immer mehr Deutsche setzen auf gebrauchte Waren, um Geld zu sparen, wie der Anfang Juni veröffentlichte idealo Sparreport zeigt. Besonders Secondhand-Kleidung und gebrauchte Elektronik sind dabei gefragt.
Eine Analyse der Preisvergleichsplattform verdeutlicht das Sparpotenzial: Verbraucher können je nach Warengruppe bis zu 57 Prozent weniger zahlen. Obwohl die Inflation dieses Jahr abgeflacht ist, bleibt Sparen für viele Deutsche ein wichtiges Thema. Laut dem idealo Sparreport achten 77 Prozent der Befragten verstärkt auf ihre Ausgaben. Für ein Viertel der Verbraucher ist der Kauf von Gebrauchtwaren eine effektive Möglichkeit, Kosten zu senken.
Das Interesse an gebrauchten Produkten auf idealo wächst stetig. Im ersten Quartal 2024 lag die Nachfrage nach Gebrauchtwaren 16 Prozent höher als im Vorjahr und sogar 51 Prozent höher als im ersten Quartal 2022, wie das Unternehmen mitteilt.
Eine aktuelle Auswertung von idealo bestätigt, dass der Kauf von Secondhand-Produkten erhebliche Einsparungen ermöglicht. Im Juni lagen die Ersparnisse in den zehn beliebtesten Kategorien durchweg im zweistelligen Prozentbereich. Beispielsweise kosteten gebrauchte Smartphones durchschnittlich 32 Prozent weniger als neue. Ähnliche Ersparnisse gab es bei Tablets (29 Prozent), Smartwatches (31 Prozent) und Notebooks (25 Prozent). Besonders hoch war das Sparpotenzial bei Spielekonsolen mit durchschnittlich 57 Prozent.
Zu den gefragtesten Secondhand-Produkten im Juni zählten die Apple AirPods Pro 2 mit USB-C MagSafe Case, die im Vergleich zu Neuprodukten 13 Prozent günstiger waren, sowie das Apple iPhone 13 (37 Prozent günstiger) und das Samsung Galaxy S23 (21 Prozent günstiger).
Laut dem idealo Sparreport greifen 56 Prozent der Befragten bevorzugt auf gebrauchte Kleidung und Accessoires zurück. 54 Prozent kaufen gebrauchte Elektronik, und 48 Prozent interessieren sich für Wohn- und Haushaltsartikel. Auch Hobby- und Freizeitbedarf (42 Prozent) ist gefragt. Gebrauchte Baby- und Kinderprodukte sind hingegen weniger populär, nur 15 Prozent der Befragten kaufen in diesem Bereich.
Trotz steigender Nachfrage gibt es auch Bedenken beim Gebrauchtkauf im Internet. Die Umfrage zeigt, dass 53 Prozent der Verbraucher unsicher über den Zustand der Artikel sind. 37 Prozent bemängeln fehlende Gewährleistungen oder Garantien. Weitere Sorgen betreffen mögliche Fälschungen, die Verfügbarkeit der gewünschten Artikel und die Vertrauenswürdigkeit der Anbieter. Nur 14 Prozent der Befragten haben keinerlei Bedenken beim Online-Kauf von Gebrauchtwaren.