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Bain-Studie – Luxusmarkt wächst und knackt 1,5 Billionen Euro Marke

Schminktisch mit diversen Luxus-Beauty-Accessoires
Foto: Adam from Pixabay

Der weltweite Luxusmarkt hat in diesem Jahr einen beeindruckenden Meilenstein erreicht: Das Gesamtvolumen des Highend-Geschäfts ist auf rund 1,5 Billionen Euro angewachsen. Diese Entwicklung spiegelt die ungebrochene Widerstandsfähigkeit und Dynamik der Branche wider, trotz der herausfordernden makroökonomischen Rahmenbedingungen. Laut der 22. Ausgabe der „Luxury Goods Worldwide Market Study“, durchgeführt von Bain & Company in Zusammenarbeit mit Fondazione Altagamma, ist besonders das Geschäft mit hochwertigen Produkten und Erlebnissen um 8 bis 10 Prozent gewachsen.

Insbesondere im Segment der persönlichen Luxusgüter, zu denen hochwertige Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Parfüm und Schmuck gehören, konnte 2023 ein Wachstum von 4 Prozent gegenüber 2022 verzeichnet werden. Diese Kategorie wird bis Ende des Jahres voraussichtlich ein Volumen von 362 Milliarden Euro erreichen. Allerdings prognostiziert die Studie für 2024 eine leichte Verlangsamung des Wachstums in diesem Bereich.

Ein entscheidendes Element für den Erfolg im Luxusmarkt ist die Fähigkeit der Marken, ihre Widerstandsfähigkeit, Relevanz und Innovationskraft unter Beweis zu stellen. Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass bis Ende 2023 nur 65 bis 70 Prozent der Marken ein positives Wachstum erzielen werden – ein Rückgang im Vergleich zu den 95 Prozent im Jahr 2022.

Europa zeigt weiterhin eine positive Entwicklung. Der Markt für persönliche Luxusgüter dürfte dort 2023 um 7 Prozent auf rund 102 Milliarden Euro ansteigen. Im Gegensatz dazu könnte das Highend-Geschäft in Amerika um 8 Prozent auf etwa 101 Milliarden Euro zurückgehen. In China wird ein Umsatz von 56 Milliarden Euro im Luxussektor erwartet, während in Japan das Luxusgeschäft aufgrund des schwachen Yens und der treuen lokalen Kundschaft floriert.

Die Bain-Studie betont auch die Bedeutung von Schmuck im Luxussegment. Der Umsatz in dieser Kategorie wird 2023 voraussichtlich 30 Milliarden Euro erreichen, wobei besonders hochwertige Stücke als Investmentobjekte gefragt sind. Zudem wachsen die Segmente Ready-to-Wear, Kosmetik und Uhren stark.

In Bezug auf Vertriebskanäle dominieren Monobrand-Stores, getrieben von der Nachfrage nach außergewöhnlichen Erfahrungen und personalisierten Interaktionen. Bis 2030 könnten Online- und Monobrand-Kanäle zwei Drittel des gesamten Luxusmarktes ausmachen.

Die Generation Z wird bis 2030 voraussichtlich 25 bis 30 Prozent der Umsätze im Luxusmarkt generieren, während die Generation Y einen Anteil von etwa 50 Prozent haben wird. Diese demografischen Verschiebungen zeigen die Notwendigkeit für Marken auf, sich auf verschiedene Altersgruppen einzustellen und einzigartige Erlebnisse zu schaffen.

Abschließend lässt sich feststellen, dass der Luxusmarkt eine positive Zukunft vor sich hat. Marken, die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit in ihre Strategien integrieren und sowohl langfristige Trends als auch aktuelle Herausforderungen im Blick haben, werden sich erfolgreich im dynamischen Luxussegment positionieren können.

Quelle: Bain & Company

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