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EHI-Studie beleuchtet Energiemanagement im Einzelhandel

EHI Infografik zum Stromverbrauch im Einzelhandel im Zeitverlauf
Foto: EHI Retail Institute

Die Handelsunternehmen stehen aktuell vor großen Herausforderungen: Einerseits erfordern die gesetzten Klimaziele drastische Maßnahmen, andererseits verschärft die gegenwärtige Energiekrise die Situation zusätzlich. Die EHI-Studie „Energiemanagement im Einzelhandel 2023“ zeigt, dass die Bereitstellung erneuerbarer Energien für die Zukunftsfähigkeit der Handelsimmobilien entscheidend ist. Dies betrifft sowohl den Food- als auch den Nonfood-Sektor.

Rückläufiger Stromverbrauch trotz verbrauchssteigernder Effekte

Interessanterweise ist der Trend beim Stromverbrauch im Handel seit Jahren rückläufig, was auf erfolgreiche Energieeffizienzmaßnahmen hinweist. Dies geschieht trotz verbrauchssteigernder Effekte wie der Zunahme gekühlter Sortimente und Backstationen. Die Studie offenbart, dass der Food-Bereich im Erhebungsjahr 2023 durchschnittlich 306 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche verbrauchte, wohingegen der Nonfood-Bereich bei 89 kWh lag.

Kühlung und Beleuchtung als Hauptverbraucher

Im Food-Bereich entfällt der größte Teil des Stromverbrauchs auf die Kühlung der Waren (49 Prozent), gefolgt von Beleuchtung (21 Prozent) und Klimatisierung sowie Lüftung (13 Prozent). Im Nonfood-Bereich hingegen dominiert die Beleuchtung mit 58 Prozent den Energieverbrauch.

Bedeutung von Investitionen in erneuerbare Energien und nachhaltige Konzepte

Die Studie hebt hervor, dass die Investition in Photovoltaikanlagen, klimafreundliche Mobilitätskonzepte und nachhaltige Quartiersansätze für die Handelsbranche von großer Bedeutung sind, um den Übergang zu klimaneutralen Handelsstandorten zu beschleunigen. Hierbei geht es nicht nur um Energieeffizienz, sondern auch um die Senkung der Treibhausgasemissionen.

Einsparpotenziale und Maßnahmenbereiche

Große Einsparpotenziale bei Treibhausgasen sehen die befragten Unternehmen in den Bereichen Logistik, Gebäudetechnik, Gebäudeenergieversorgung, Materialverbrauch und Verkaufssortimenten. Dabei ist es langfristig zielführend, den Verbrauch in Zeiten hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien zu verlagern.

Fazit: Nachhaltige Transformation im Einzelhandel

Die Studie der EHI macht deutlich, dass der Einzelhandel vor einer nachhaltigen Transformation steht. Durch die Investition in erneuerbare Energien und die Optimierung von Energieeffizienz können Handelsunternehmen einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig ihre Wirtschaftlichkeit sichern. Der Handel steht somit an der Schwelle zu einer umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Zukunft.

Quelle: EHI Retail Institute

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