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Handelsverband warnt vor Folgen des Bank-Filialsterbens für Bargeldversorgung

Mehrere Euro Münzen und Geldscheine
Foto: Alexa / Pixabay

Die am Montag von der Bundesbank veröffentlichte Bankstellenstatistik zeigt eine alarmierende Entwicklung für den lokalen Einzelhandel, wo die Abwicklung von Bargeld weiterhin eine elementare Rolle spielt. Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) stehen insbesondere kleine und mittlere Handelsunternehmen vor großen Herausforderungen, da die Zahl der Bankfilialen in den letzten fünf Jahren um 30 Prozent zurückgegangen ist. Dies führt dazu, dass Händler nun längere Wege zur nächsten Bankfiliale zurücklegen müssen, um Wechselgeld zu besorgen oder Bareinnahmen einzuzahlen.

Der HDE betont die Bedeutung lokaler Bankfilialen für den Handel: „Für Händler sind diese Filialen essenziell, um den täglichen Bedarf an Wechselgeld zu decken und Einnahmen sicher abzugeben. Mit jeder Schließung steigt der Aufwand, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo Alternativen oft fehlen.“ Händler sehen sich gezwungen, entweder weitere Wege in Kauf zu nehmen oder teure Wertdienstleister zu beauftragen, was zusätzliche Kosten verursacht.

Der Verband weist darauf hin, dass es notwendig sei, die Bargeldlogistik auch bei weiter sinkender Filialdichte effizient und sicher zu gestalten. Die Rolle der Banken als zentraler Akteur innerhalb der Bargeldversorgung müsse dabei weiterhin berücksichtigt werden. Das kürzlich von der Bundesbank einberufene nationale Bargeldforum biete eine Plattform, um Effizienzpotenziale zu identifizieren und die Bargeldversorgung im Handel sicherzustellen. Der HDE fordert daher verstärkte Anstrengungen zur Sicherstellung einer flächendeckenden Bargeldversorgung, um die Funktionalität des Bargeldkreislaufs auch für mittelständische Handelsunternehmen zu gewährleisten.

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