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Herkunftskennzeichen Deutschland – Neue Transparenz im Lebensmittelhandel

Landschaftsfoto mit Feldern
Foto: Wolfgang Borchers from Pixabay

In Berlin wurde am Rande des Handelskongresses eine bedeutende Branchenvereinbarung zur Einführung des „Herkunftskennzeichens Deutschland“ unterzeichnet. Die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft e. V. (ZKHL) und führende deutsche Handelsunternehmen, darunter ALDI Nord, ALDI SÜD, EDEKA, Lidl, Kaufland und die REWE Group, haben sich für das neue Signet ausgesprochen. Es symbolisiert Authentizität und garantiert echte „Made in Germany“-Produkte, was den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine sofortige Erkennung deutscher Erzeugnisse im Lebensmitteleinzelhandel ermöglicht.

Das Kennzeichen, welches ab Januar 2024 in Kraft tritt, wird für Fleisch, Obst, Gemüse, Kartoffeln sowie Eier und Milch gelten, vorausgesetzt, dass diese Produkte vollständig in Deutschland hergestellt wurden – von der Geburt bzw. dem Anbau bis zur Verpackung. Ziel ist es, die Wertschätzung für heimische Lebensmittel zu fördern und den Konsumenten mehr Orientierung und Sicherheit beim Einkauf zu bieten.

Josef Sanktjohanser, Vorstandsvorsitzender der ZKHL, betont, dass das Herkunftskennzeichen Deutschland ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft sei. Joachim Rukwied vom Deutschen Bauernverband fügt hinzu, dass die Wertschätzung für Lebensmittel durch die Verbraucher dadurch gestärkt wird und eine kurzfristige Einführung des Kennzeichens geplant ist. Die Initiative soll mittelfristig auch auf Produkte mit höherem Verarbeitungsgrad und auf weitere Anwenderkreise wie Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung ausgeweitet werden.

Die Umsetzung des Herkunftskennzeichens Deutschland basiert auf einer freiwilligen Selbstverpflichtung aller beteiligten Lebensmittelhändler und -hersteller. Die Einhaltung der festgelegten Kriterien soll durch etablierte Kontrollsysteme wie QS oder KAT überwacht werden, wobei die ZKHL Verstöße konsequent verfolgen wird. Die Branchenvereinbarung, die in intensiver Zusammenarbeit in den Gremien der ZKHL entwickelt wurde, ist ein Beispiel für konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Branche. Mit dieser Initiative setzen die Beteiligten ein klares Zeichen für mehr Transparenz und Verbrauchervertrauen im Lebensmittelhandel.

Quelle: www.herkunft-deutschland.de

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