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Ikea dominiert stationären Möbelmarkt in Deutschland

Foto: EHI

Der Möbeleinzelhandel in Deutschland ist ein Sektor, der sowohl von traditionellen als auch von modernen Handelsdynamiken geprägt ist. Die jüngsten Daten einer EHI-Studie des Jahres 2022 zeigen, dass einige prominente Vertriebslinien den Markt dominieren, mit Ikea an der Spitze. Das schwedische Möbelhaus generierte einen beeindruckenden Umsatz von 4,4 Milliarden Euro und behielt seine Position als Marktführer bei, trotz der Herausforderungen, die die COVID-19-Pandemie mit sich brachte​1​.

Ikea’s Erfolg kann teilweise auf seine starke Online-Präsenz zurückgeführt werden, die im Jahr 2022 knapp ein Viertel des gesamten Einzelhandelsumsatzes des Unternehmens in Deutschland ausmachte. Mit einem E-Commerce-Nettoumsatz von 1,3 Milliarden Euro ist Ikea ein Beispiel dafür, wie traditionelle Einzelhändler die digitale Landschaft nutzen können, um ihre Reichweite und ihren Umsatz zu steigern.

Hinter Ikea liegt Höffner, das mit 24 Einrichtungshäusern einen geschätzten Umsatz von 1,35 Milliarden Euro erzielte. Die Höffner-Unternehmensgruppe, mit Sitz im brandenburgischen Schönefeld, umfasst auch die Vertriebslinien Möbel Kraft, Möbel Mahler und Sconto SB-Märkte, was ihre Stellung im deutschen Möbelmarkt weiter festigt.

Die Discount-Vertriebslinie Poco, nun Teil der XXXLutz-Gruppe, erzielte einen Umsatz von 1,28 Milliarden Euro. Die XXXLutz-Gruppe ist mit 16 Vertriebslinien im deutschen Markt präsent und würde, wenn alle ihre Möbelhäuser zusammengenommen werden, den zweiten Platz hinter Ikea einnehmen.

Jysk und Porta schließen die Top-5-Liste ab, mit geschätzten Jahresumsätzen von 1,07 bzw. 0,81 Milliarden Euro. Diese Vertriebslinien repräsentieren eine Mischung aus internationalen und einheimischen Akteuren, die den deutschen Markt prägen.

Die starke Präsenz internationaler Marken wie Ikea und Jysk zeigt die globale Attraktivität des deutschen Möbelmarktes. Gleichzeitig demonstrieren einheimische Akteure wie Höffner und Porta die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz lokaler Marken in einem hart umkämpften Marktumfeld.

Diese Entwicklungen im stationären Möbeleinzelhandel sind ein Spiegelbild des größeren Einzelhandelsökosystems in Deutschland. Sie bieten Einblicke in die laufenden Anstrengungen der Einzelhändler, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen, insbesondere an die Digitalisierung und die sich ändernden Verbraucherpräferenzen.

Es ist auch eine Erinnerung an die Bedeutung der Innovation und Anpassungsfähigkeit in einem traditionellen Sektor wie dem Möbeleinzelhandel. Während die Online-Verkäufe weiter wachsen, bleibt der stationäre Handel ein kritischer Bestandteil des Erfolgs für Möbelhändler. Die Erfahrung des Einkaufens in einem physischen Geschäft, gepaart mit der Möglichkeit, Möbel persönlich zu sehen und zu fühlen, bleibt ein zentraler Anreiz für Verbraucher.

Die Dynamik zwischen Online- und Offline-Verkäufen, die Integration von Technologie in traditionelle Verkaufsmodelle und die Balance zwischen globaler Expansion und lokaler Relevanz sind alles Faktoren, die die zukünftige Landschaft des Möbeleinzelhandels in Deutschland und darüber hinaus prägen werden.

Quelle: EHI

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