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Instacard meldet solides Jahresergebnis im IPO-Jahr 2023 – und entlässt 7% der Belegschaft

Verschiedene Lebensmittel von Instacart
Foto: Instacart

Das Jahr 2023 markierte für Instacart einen entscheidenden Wendepunkt: Nach dem IPO im September präsentiert der US-amerikanische Online-Lebensmittelmarktplatz nun solide Finanzergebnisse für das viertel Quartal und das Gesamtjahr 2023. Das Unternehmen erweiterte seine Führungsposition in Sachen Auswahl und Qualität und machte seinen Service zugleich schneller und erschwinglicher für die Konsumenten. Dies spiegelte sich in den guten Ergebnissen des vierten Quartals wider, die eine anhaltende Dynamik im Wachstum von Bestellungen und Bruttowarenvolumen (GTV), eine steigende Rentabilität sowie einen zunehmenden Anteil am Verkauf sowohl kleiner als auch großer Warenkörbe im Vergleich zu anderen digitalen Plattformen zeigten.

Im vierten Quartal 2023 erreichte das GTV 7,891 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 7% im Vergleich zum Vorjahr. Die Bestellungen stiegen auf 70,1 Millionen, ein Plus von 5% gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBITDA stieg um 50% auf 199 Millionen US-Dollar, was 2,5% des GTV und 25% der Gesamteinnahmen entspricht.

Im Gesamtjahr 2023 verzeichnete Instacart eine Steigerung des Bruttowarenvolumens (GTV) auf 30,322 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Anzahl der Bestellungen stieg auf 269,2 Millionen, ein Anstieg von 3% im Jahresvergleich. Bei einem Umsatz von 3,042 Mrd. Dollar, was +19% entspricht, konnten 871 Mio. Dollar aus dem Advertising-Business generiert werden. Das bereinigte EBITDA stieg um 243% auf 641 Millionen US-Dollar, was 2,1% des GTV und 21% der Gesamteinnahmen entspricht.

Trotz zufriedenstellender Zahlen – die Aktien stiegen leicht nach Bekanntgabe der Finanzergebnisse – hat Instacart die Entlassung von etwa 250 Mitarbeitenden angekündigt, was rund 7% seiner weltweiten Belegschaft entspricht. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung des Unternehmens, wie CEO Fidji Simo in einem Schreiben an die Investoren erklärte. Die Entscheidung, sich von einem Teil des Teams zu trennen, zielt darauf ab, die Unternehmensstruktur zu straffen und sich auf die aussichtsreichsten Initiativen zu konzentrieren, die das Unternehmen und die gesamte Branche langfristig verändern sollen. In einem offiziellen Dokument begründete Instacart die Entlassungen mit der Notwendigkeit, die Organisationsstruktur besser an die aktuellen „Geschäftsbedürfnisse, strategischen Prioritäten und Schlüsselwachstumschancen“ anzupassen, wie Techcrunch berichtet.

Zusätzlich zu den Entlassungen gab Instacart bekannt, dass drei seiner Führungskräfte, darunter der Chief Technology Officer und der Chief Operating Officer, das Unternehmen „aus persönlichen Gründen“ verlassen werden. In Kombination mit dem 7% Layoff der Belegschaft geht damit Instacard aktuellen einen ähnlichen Weg, wie nahezu alle große US-Tech-Konzerne, die zuletzt – trotz teilweiser hoher Gewinne – mit Stellenabbau in Erscheinung getreten sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Instacart im Börsengang-Jahr eine solide Leistung erbracht hat und weiter gute Aussichten für 2024 liefert. Für das erste Quartal 2024 prognostiziert Instacart ein Bruttowarenvolumen (GTV) zwischen 8.000 und 8.200 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 7% bis 10% entspricht. Mit über einer Milliarde ausgelieferter Bestellungen hat das Unternehmen durchaus eine Skalierung erreicht, die in der Online-Lebensmittelbranche unerreicht ist. Das Unternehmen ist ein Marktführer und gut positioniert, wenngleich sich in den USA weiter Gerüchte um eine mögliche Übernahme durch Uber Eats häufen.

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