NewsletterJetzt anmelden – Die wichtigsten Nachrichten einfach per E-Mail erhalten!

Preis, Vielfalt und Gamification: Warum Temu und Shein bei jungen Käufern punkten

iPhone mit den Apps Temu, Shein und Amazon
Foto: Shutterstock

Der neue Trend Check Handel des ECC KÖLN nimmt Marktplätze mit Waren aus Asien unter die Lupe. Anbieter wie Temu, Shein und Co. verzeichnen ein großes Wachstum und punkten durch Preis, Produktauswahl und Entertainment. Hinsichtlich Qualität, Vertrauen und Glaubwürdigkeit schneiden sie jedoch weniger überzeugend ab. Etablierte Anbieter wie Amazon genießen weiterhin einen Vertrauensvorschuss.

Auch 2024 wird das Konsumverhalten weiterhin maßgeblich durch Preissteigerungen beeinflusst. Immer mehr Konsumenten kaufen online ein, um Preise besser vergleichen zu können (44 %). Besonders die jüngere Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen lässt sich durch Qualitätshinweise wie „Bestseller“ (72 %) oder Gamification-Elemente wie Glücksräder und Coupons (53 %) schneller zum Kauf verleiten. Diese Verhaltensweisen spielen Anbietern wie Temu, Shein, Wish und AliExpress in die Karten. Der Trend Check Handel Vol. 10 zeigt: Die Bekanntheit und Nutzung dieser Marktplätze ist im Jahresvergleich massiv gestiegen.

Temu verdreifacht Kaufrate

Nahezu alle Konsumenten (91 %, 2023: 78 %) kennen mittlerweile Marktplätze mit Waren aus Asien, und 43 Prozent nutzen diese auch. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist es sogar jeder Zweite (51 %). Wachstumstreiber sind vor allem Temu und Shein. Während sich bei Temu die Kaufrate im Jahresvergleich verdreifacht hat (32 %, 2023: 11 %), konnte Shein die Bestellhäufigkeit mehr als verdoppeln (22 %, 2023: 10 %). Konsumenten werden zunehmend durch Social Media auf die Marktplätze aufmerksam (57 %). Vor allem Temu ist hier präsent: Mehr als ein Drittel der Befragten (35 %) nimmt mehrmals wöchentlich Werbung des Anbieters über Social Media wahr. Allerdings ist die Hälfte der Konsumenten von dieser Überpräsenz eher genervt.

Glaubwürdigkeit und Vertrauen? Fehlanzeige!

Das Shoppen bei Temu und Co. ist stark preisgetrieben: 65 Prozent (18- bis 29-Jährige: 77 %) nutzen die Onlineanbieter für die Suche nach Schnäppchen. Neben dem Preis sind die große Auswahl an Produkten (72 %, 18- bis 29-Jährige: 77 %) sowie deren Exklusivität (58 %) zentrale Kaufargumente. Hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Vertrauen schneidet Temu eher schlecht ab: Konsumenten zweifeln an den angegebenen Rabatten (25 %) und fühlen sich oft manipuliert (51 %). Lediglich 16 Prozent sind von der Sicherheit ihrer Daten überzeugt, und nur knapp ein Viertel (24 %) kauft ohne Bedenken bei Temu und Shein ein.

Etablierte Anbieter wie Amazon mit klarem Vertrauensvorsprung

Werden Marktplätze mit Waren aus Asien etablierte Anbieter verdrängen? „Nein“, sagt jeder zweite Konsument (54 %, 2023: 64 %). Etablierte Anbieter wie Amazon, Otto oder Zalando genießen einen Vertrauensvorsprung und überzeugen im direkten Vergleich insbesondere in puncto Datensicherheit, reibungslose Lieferung und einfache Produktsuche. Insgesamt haben 63 Prozent der Befragten an den Kaufprozess bei Amazon höhere Erwartungen als an Anbieter wie Shein, Temu oder Wish. Trotz der starken Wachstumsraten möchte die Mehrheit der Konsumenten (66 %) auch künftig nicht bei Marktplätzen mit Waren aus Asien einkaufen. Hauptgründe sind die großen Qualitätsmängel der Produkte (83 %) sowie Sicherheits- (57 %) und Nachhaltigkeitsbedenken (47 %).

Anzeige

Reseller mit mehreren Sneakers
ANZEIGE

Effiziente Buchhaltung und Auftragsabwicklung für Reseller mit Anifora

Re-Commerce, Second-Hand und Markplätze wachsen ungebrochen. Doch gerade kleinere Reseller stehen vor der Herausforderung, ihre Buchhaltung effizient und rechtskonform zu gestalten. Anifora bietet eine einfache Lösung zur Automatisierung der Auftragsverarbeitung, speziell für Reseller. Das Tool integriert verschiedene Marktplätze mit Buchhaltungstools und sorgt für eine Dokumentation aller Geschäftsvorgänge. Reseller profitieren von erheblicher Zeitersparnis und einem verbesserten Workflow.

Beliebte Beiträge

Skims Kampagnenfoto mit Kim Kardashian

Skims: Kim Kardashian’s 4-Milliarden-Brand eröffnet erste Stores in den USA

Kim Kardashians Shapewear-Marke Skims eröffnet ihren ersten permanenten Store in Georgetown, weitere Stores folgen in Kürze. Das auf 4 Milliarden US Dollar bewertete Unternehmen war bisher als E-Commerce Pure Player bekannt und plant noch in diesem Jahr einen Börsengang. Skims wurde durch hautfarbene Shapewear-Produkte berühmt und ist mittlerweile offizieller Unterwäsche-Partner der NBA und WNBA.

RETAIL-NEWS PARTNER

swyytr -der digitale Hub für die Food Economy. Jede Menge Information und Inspiration rund um die Lebensmittelbranche.
[Anzeige]
eRecht24 – Eine der bekanntesten Adressen rund um die wichtigen Themen Internetrecht und Datenschutz.