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Neue Wachstumsprognosen im Luxusgütermarkt trotz Herausforderungen

Der Luxusgütermarkt steht vor einem vielversprechenden Jahr 2023, trotz der geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten in der Weltwirtschaft. Laut einer gemeinsamen Studie von Bain & Company und Altagamma, dem italienischen Branchenverband der Luxusgüterhersteller, wird erwartet, dass der Markt für persönliche Luxusgüter um etwa fünf bis zwölf Prozent wachsen wird. Dieses Wachstum ist besonders bemerkenswert, da 2022 bereits ein Rekordjahr für die Branche war und sich das Tempo des Wachstums in einigen Regionen verlangsamt hat.

Im Jahr 2022 erreichte der Markt für persönliche Luxusgüter einen neuen Höchststand und erzielte einen Marktwert von 345 Milliarden Euro. Diese positive Dynamik setzte sich auch im ersten Quartal 2023 fort, mit einem Wachstum von neun bis elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Studie identifiziert mehrere Faktoren, die zu diesem Wachstum beitragen. Dazu gehört der allmähliche Rückgang der Hyperinflation, das wiedergewonnene Vertrauen der Konsument:innen in Europa, die Öffnung Chinas nach der Pandemie und die positive Dynamik in Japan und Südostasien, die durch den intraregionalen Tourismus unterstützt wird. Allerdings gibt es auch Unterschiede in den einzelnen Ländern. In den USA wird beispielsweise eine Verlangsamung erwartet, da Konsument:innen aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten vorsichtiger sind.

Die Top-Kund:innen in den USA verschieben teilweise ihre Ausgaben ins Ausland, da die Preisunterschiede größer werden. Sie konzentrieren sich dabei auf ikonische und ultraluxuriöse Stücke sowie neue formelle und Anlasskleidung. In Europa hingegen verzeichnet der Luxusmarkt einen starken Start ins Jahr, vor allem dank der Top-Kund:innen. Der weitere Verlauf hängt jedoch davon ab, wie sich der Tourismus aus den USA und dem Nahen Osten in der zweiten Jahreshälfte entwickelt.

Auch der chinesische Markt wird voraussichtlich wieder ansteigen, wobei einige Marken das Niveau von 2021 erreichen werden. Die Luxusmärkte in Hongkong und Macau erholen sich ebenfalls, da sie beliebte Ziele für chinesische Tourist:innen sind. Südostasien verzeichnet weiterhin ein starkes Wachstum, getragen von einem Zustrom von russischen und chinesischen Tourist:innen sowie einer hohen Nachfrage nach Schmuck und Uhren. In Japan halten die einheimischen Kund:innen ihre Ausgaben aufrecht, und das Wachstum wird vor allem durch Tourist:innen aus dem Ausland vorangetrieben.

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