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Verdi und Tarifrunde Handel: Bundesweite Streiks bei Edeka und anderen Handelsriesen

Verdi-Streik rund um die Tarifrunde Einzelhandel
Foto: Verdi

Key takeaways

Verdi rief bundesweit zu Streiks im Einzelhandel auf, mobilisierte etwa 10.000 Beschäftigte und markierte damit einen Höhepunkt in monatelangen Tarifrunden. Mit Forderungen nach einer Lohnerhöhung von mindestens 2,50 Euro pro Stunde und einem einjährigen Vertrag zielten die Aktionen besonders auf große Ketten wie Edeka. Während Ladenschließungen selten blieben, deutet dies auf die Widerstandsfähigkeit des Einzelhandels hin. Arbeitgeber werfen Verdi Blockade vor, doch die Gewerkschaft plant, den Druck bis Ostern zu erhöhen.

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Die Gewerkschaft Verdi hatte gestern bundesweit zum Streik im Einzelhandel aufgerufen, der rund 10.000 Beschäftigte in mehreren Städten mobilisiert hat. Dieses Vorgehen markiert einen Höhepunkt in der seit Monaten andauernden Tarifrunde, die durch zahlreiche Warnstreiks, einschließlich solcher direkt vor Black Friday und den Weihnachtstagen, gekennzeichnet war. Die Forderungen der Gewerkschaft umfassen eine Lohnerhöhung von mindestens 2,50 Euro pro Stunde und eine Vertragslaufzeit von einem Jahr für die Beschäftigten im Einzelhandel in allen Regionen.

Am heutigen Freitag hatte die Gewerkschaft unter anderem mehrere Streikkundgebungen bei Edeka organisiert, die in Städten wie Hamburg, Köln und Chemnitz stattfanden. In Baden-Württemberg waren befristete Arbeitsniederlegungen in einer Reihe von Städten und Gemeinden umgesetzt worden. Hier waren mehrere Unternehmen betroffen, unter anderem Kaufland, Lidl, Ikea, H&M, Primark, Alliance Healthcare, Bäko und dm. Zu Ladenschließungen kam es laut Frankfurter Rundschau jedoch selten, was durchaus auf eine gewisse Robustheit des Einzelhandels in der Breite hinweist.

Verdi wirft den Arbeitgebern vor, die Verhandlungen zu blockieren, und plant, bis Ostern den Druck mit mehreren Aktionswochen zu erhöhen. Insbesondere nimmt die Gewerkschaft große Ketten wie Edeka ins Visier, wo Aktionen vor Filialen und Lagern stattfinden sollen. Diese Streiks sind Teil einer Reihe von geplanten Aktionen, die in den kommenden Wochen stattfinden sollen, um auf die Forderungen der Gewerkschaft aufmerksam zu machen.

Die Arbeitgeberseite, vertreten durch den Handelsverband Deutschland, betont, dass das Angebot der Arbeitgeber zu echten Reallohnsteigerungen geführt hätte und dass sie bereits in der ersten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt und mehrfach nachgebessert haben. Verdi, so der Verband, habe sich nicht bewegt, was zu einer Sackgasse führe. Trotz der Streiks betonen die Handelsunternehmen, dass sie in der Lage sind, mit der Situation umzugehen, was größtenteils auch der heutige Streiktag gezeigt hat.

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