NewsletterJetzt anmelden – Die wichtigsten Nachrichten einfach per E-Mail erhalten!

Amazon CEO kritisiert Regulierungsbehörden wegen Antitrust-Politik

Amazon Logo auf einer Glasscheibe
Foto: Amazon

Am Donnerstag äußerte sich Amazon CEO Andy Jassy kritisch über die Regulierungsbehörden, die seiner Meinung nach zunehmend Fusionen blockieren, einschließlich der geplatzten Übernahme des Roboterstaubsauger-Herstellers iRobot Ende Januar. Diese Transaktion scheiterte aufgrund von Wettbewerbsbedenken seitens der Europäischen Union (EU). In einem Interview mit CNBC bezeichnete Jassy das Scheitern als „wirklich traurige Geschichte“.

Die Übernahme hätte iRobot einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten verschaffen sollen, aber die Regulatoren stoppten den Deal, da sie befürchteten, Amazon könnte seinen eigenen Staubsauger, den Roomba, bevorzugt darstellen. Dies widerspreche jedoch nicht dem Geschäftsmodell von Amazon, so Jassy. Die Ablehnung der Übernahme, die im Januar nach Einwänden der europäischen Kartellwächter und der Federal Trade Commission erfolgte, führte bei iRobot zu massiven Entlassungen; 31% der Belegschaft wurden entlassen und die Aktien fielen um mehr als 75%.

Jassy äußerte weiter, dass die Regulierer „diesen beiden großen chinesischen Unternehmen mehr vertrauen, Karten von den Innenräumen der Häuser US-amerikanischer Verbraucher zu besitzen, als Amazon.“ Der iRobot-Fall ereignet sich in einem Kontext, in dem weltweite Regulierungsbehörden aggressiver versuchen, die Expansion großer Technologieunternehmen zu blockieren. Die Biden-Administration hat die Durchsetzung von Antitrust-Gesetzen im Technologiesektor zur obersten Priorität gemacht.

Während Megadeals ins Stocken geraten sind, haben Technologieunternehmen in Startups für künstliche Intelligenz investiert, um einen Fuß in den aufkeimenden Markt zu bekommen. Amazon investierte erst letzten Monat 2,75 Milliarden Dollar in Anthropic, ein KI-Startup, das auch Google zu seinen größten Unterstützern zählt. Microsoft hat ebenfalls Milliarden in OpenAI investiert. Die FTC hat diese Partnerschaften ins Visier genommen und im Januar eine Untersuchung eingeleitet.

Jassy fordert die Regulierungsbehörden auf, bei großen Tech-Deals „vernünftiger“ zu sein. Gleichzeitig sieht sich Amazon einer laufenden Klage der FTC gegenüber, die dem Unternehmen vorwirft, ein illegales Monopol zu betreiben, das den Wettbewerb einschränkt und die Preise für Verbraucher sowie die Kosten für Verkäufer erhöht.

Anzeige

Reseller mit mehreren Sneakers
ANZEIGE

Effiziente Buchhaltung und Auftragsabwicklung für Reseller mit Anifora

Re-Commerce, Second-Hand und Markplätze wachsen ungebrochen. Doch gerade kleinere Reseller stehen vor der Herausforderung, ihre Buchhaltung effizient und rechtskonform zu gestalten. Anifora bietet eine einfache Lösung zur Automatisierung der Auftragsverarbeitung, speziell für Reseller. Das Tool integriert verschiedene Marktplätze mit Buchhaltungstools und sorgt für eine Dokumentation aller Geschäftsvorgänge. Reseller profitieren von erheblicher Zeitersparnis und einem verbesserten Workflow.

Beliebte Beiträge

Abkürzung DMA für Digital Markets Act als neue Gesetzgebung der Europäischen Union (EU)

Digital Markets Act: EU startet Untersuchung gegen Apple wegen Vertragsbedingungen

Die EU-Kommission hat Apple über vorläufige Verstöße gegen den Digital Markets Act informiert und ein neues Verfahren wegen der Vertragsbedingungen des App Stores eröffnet. Die Untersuchung konzentriert sich auf Steuerungsregeln und Gebühren für App-Entwickler. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Apples Praktiken die Kommunikation der Entwickler mit ihren Kunden einschränken und übermäßige Gebühren erheben.

RETAIL-NEWS PARTNER

swyytr -der digitale Hub für die Food Economy. Jede Menge Information und Inspiration rund um die Lebensmittelbranche.
[Anzeige]
eRecht24 – Eine der bekanntesten Adressen rund um die wichtigen Themen Internetrecht und Datenschutz.